In der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz (protect-ing.de) schließen sich Anbieter von Technologien und Dienstleistungen zum Schutz von Produkten und Know-how zu einer umfassenden Plattform zusammen, die es in dieser Form bisher nicht gab.

„Wir stellen sicher, dass unsere Kunden keine bösen Überraschungen erleben, indem unsere Maschinensteuerungen Zugriffe nur für Berechtigte erlauben“, erklärt Herbert Kraibühler, Technischer Geschäftsführer von Arburg, „zusätzlich liefern wir ein Frühwartungssystem, mit dem Kunden ihre Wartungsintervalle optimieren können. Die Originalität dieses Systems wird durch die Maschinensteuerung eindeutig erkannt.“ Die Firma Polysecure setzt auf die Identifizierung von Kunststoffprodukten durch sogenannte Marker. Diese werden dem Kunststoff homogen beigemischt und stellen sicher, dass jedes hergestellte Produkt anhand einer robusten DNA jederzeit identifiziert werden kann. „Durch die homogene Verteilung des Markers im Bauteil ist zum Beispiel bei einem Flugzeugabsturz ein winziger Splitter ausreichend, um das Bauteil eindeutig zuzuordnen. Das ist insbesondere bei Produkthaftungsfragen von entscheidender Bedeutung“, erklärt Dr. Thomas Baque, Technischer Geschäftsführer Polysecure.

Der durch Produktpiraterie entstandene Schaden im deutschen Maschinen- und Anlagenbau belief sich im Jahr 2009 auf etwa 6,4 Mrd. Euro, das sind etwa 4 % des Gesamtumsatzes der Branche. Jede Elfte der unrechtmäßig nachgebauten Maschinen ist eine Kunststoff- oder Gummimaschine; bei der Umfrage 2008 war es noch jede Zwanzigste. „Es ist an der Zeit zu handeln und den Plagiateuren das Handwerk zu legen“, betont Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen.