Kunststoff-Ladungsträger werden häufig in Automatiklagern eingesetzt. (Bild: Bito)

Kunststoff-Ladungsträger werden häufig in Automatiklagern eingesetzt. (Bild: Bito)

Kunststoff-Ladungsträger (KLT) bieten beim Einsatz in Automatiklagern vielfältige Vorteile. Sie sind leicht, robust und langlebig. Zudem sind KLT sehr gut wiederverwendbar und damit nachhaltige und umweltfreundliche Produkte. Die Anforderungen an einen Kunststoff-Ladungsträger im Automatiklager sind hoch und vielfältig. Der Brandschutz ist dabei ein Aspekt, der mit vielen weiteren Anforderungen in Einklang gebracht werden muss.

Harmonisierung der Richtlinien gefordert

Die in der Pro-K Fachgruppe Lager- und Transportsysteme organisierten, namhaften Hersteller von Kunststoff-Ladungsträgern veröffentlichen nun in einem Positionspapier eine gemeinsame Stellungnahme, wie bei der Entwicklung der Boxen mehr Planungssicherheit hinsichtlich des Brandschutzes erzielt werden kann. Dabei nehmen sie eine Interpretation der gängigen Brandschutz-Richtlinien von VdS und FM Global vor und berücksichtigen in ihren Betrachtungen die Anforderungen an den Ladungsträger in der Praxis des Automatiklagers.
Um für die Entwicklung des Kunststoff-Ladungsträgers Planungssicherheit zu erzielen, fordern die Hersteller mittelfristig eine Harmonisierung der Richtlinien von FM Global und VdS. Beide Vorgaben sollten gegenseitig anerkannt werden. Aktuell schränken die Brandschutzvorgaben, die konstruktiven Möglichkeiten stark ein und führen zugleich zu Zielkonflikten im Lagersystem. Dabei sind zwei Parameter, Wasserbeaufschlagung (mm/min) und Durchflussmenge, bestens geeignet, um einen optimierten Brandschutz zu gewährleisten. Konstruktive Vorgaben oder Empfehlungen sind nicht zielführend.

Hauptgeschäftsführer des Pro-K Ralf Olsen: „Die Expertise zur Realisierung eines auf sämtliche Aspekte des Lagersystems und auch auf den Brandschutz optimal abgestimmten Ladungsträgers liegt bei unseren Herstellern. Wie das geht, zeigen wir in unserem Positionspapier.“