„Weitschauendes Disponieren am Fluorpolymermarkt“ bleibt dennoch das empfohlene Vorgehen im weiteren Verlauf 2021, so der Vorsitzende der Fluoropolymergroup Dr. Michael Schlipf. (Bild: Pro-K)

„Weitschauendes Disponieren am Fluorpolymermarkt“ bleibt dennoch das empfohlene Vorgehen im weiteren Verlauf 2021, so der Vorsitzende der Gruppe Fluorkunststoffe Dr. Michael Schlipf. (Bild: Pro-K)

Nach einem schwierigen ersten Halbjahr 2020 hat sich bei den Verarbeitern von Fluorkunststoffen die Lage in vielen Marktsegmenten wieder deutlich verbessert. Auch das laufende Jahr 2021 hat für die Branche gut begonnen, wenngleich das Einhalten der corona-bedingten Sicherheitsvorkehrungen zusätzliche Herausforderungen bei der Gestaltung von Produktionsabläufen mit sich bringt. Schwierig bleibt die Situation noch in der Luftfahrtindustrie sowie in bestimmten Segmenten der Automobilindustrie. Erfreulich ist dabei, dass die Projektentwicklung wieder deutlich an Fahrt zugenonnen hat. Neue Trends erfordern innovative Lösungen mit Fluorpolymeren.

Exportmenge zu gering

Beherrschendes Thema im Bereich der Fluorkunststoffe ist die Rohstoffsituation, die sich durch einen deutlichen Preisanstieg bei gleichzeitiger begrenzter Verfügbarkeit der Rohstoffe bemerkbar macht, so der Verband. Basis aller Fluorpolymere ist Flussspat, ein Mineral, das vor allem in China abgebaut wird. Durch die dynamische Entwicklung des Binnenbedarfs einer schnell erstarkenden Industrie in China ‚nach Corona‘ verbleiben geringere Mengen für den Export nach Europa. Der Wettbewerb bezüglich der Ressource Flussspat mit den Kältemitteln für die Auomobilindustrie heizt die Situation noch weiter an. Steigende Preise bei Fluorpolymeren können deshalb als wichtiges Indiz zum Sicherstellen der Verfügbarkeit in ausreichenden Mengen angesehen werden. (sf)