Zum dritten „Werkzeugtechnik-Tag: Wärmeaustauscher Spritzgießwerkzeug“ kamen rund 40 Branchenvertreter nach Leipzig. Eingeladen hatte das Kunststoff-Zentrum in Leipzig, das die gemeinsam mit der Gesellschaft Wärme Kältetechnik (GWK), Kierspe, organisierte Veranstaltung unter das Motto „Mehr Euros pro Mould – Formteilqualität bei technischen Teilen“ gestellt hatte.

Willi Schmidt, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Werkzeug und Formenbauer, eröffnete die Vortragsreihe mit einem Überblick über „Marktentwicklung im Werkzeug und Formenbau – 50 Jahre Mensch und Technik“. Helmut Gries, GWK-Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, zeigte in seinem Referat Möglichkeiten zur „Produktivitätssteigerung durch segmentierte Werkzeugtemperierung“ auf. Mit der dynamischen Formnesttemperierung können Temperaturveränderungen im Werkzeug zehnmal schneller als mit konventioneller Technik durchgeführt werden, und das mit nur einem Zehntel des bisherigen Energieverbrauchs. Darüber hinaus werden die Formteileigenschaften, speziell die Oberflächenqualität deutlich verbessert.

Die „Optimierung von Spritzgießprozessen“ war Schwerpunkt der Ausführungen von Willi Steinko, Geschäftsführer der Gesellschaft für Technologie Transfer (GTT), Hannover. Dabei ging er insbesondere auf die Möglichkeiten der thermischen und rheologischen Auslegung der Werkzeuge sowie das Erkennen und Vermeiden von Fehlern ein. Thomas Mann, Geschäftsführer Plexpert, Aalen, zeigte, wie man mit Hilfe der Finite-Elemente-Berechnung bzw. der Simulation zu besseren und effizienteren Werkzeugen gelangt. Zum Abschluss belegte GWK-Produktmanager Ulrich Rosenberg anhand von Praxisbeispielen den wirtschaftlichen Nutzen der kavitätsnahen Werkzeugtemperierung.