Viele der deutschen Firmen haben die Chemikalien-Verordnung Reach nicht im Griff, warnt die Prüforganisation Dekra, Stuttgart. Diesen Betrieben drohen beträchtliche wirtschaftliche Schäden. Rund ein Drittel der deutschen Firmen haben mit der korrekten Umsetzung der neuen Verordnung noch Probleme, schätzt die Sachverständigen-Organisation. Wer die Vorschriften, die vor gut zwei Monaten wirksam wurden, nicht im vollen Umfang erfüllt, darf seine Produkte nicht weiterverkaufen. Er darf auch keine Waren aus Nicht-EU-Ländern importieren. „Viele Unternehmer denken, sie seien gar nicht von Reach betroffen“, beobachtet Dekra-Geschäftsführer Dr. Bernd Steisslinger. „Dann stellen sie fest, dass beispielsweise Importgüter registrierungspflichtige Stoffe enthalten oder ein Kunde Nachweise über Inhaltsstoffe der Waren verlangt.“

Reach regelt, dass von Ausnahmen abgesehen alle Chemikalien, die auf den EU-Markt gelangen, registriert sein müssen. Betroffen sind alle Hersteller und Importeure von Stoffen und Erzeugnissen, ebenso wie alle, die diese Produkte weiterverwenden. Am 1. Dezember 2008 lief eine erste Frist zur Vorregistrierung von bestimmten Stoffen ab, mit der sich Betriebe Übergangsfristen sichern können. Wer diese Frist versäumt hat, muss sich sofort einem aufwendigen Registrierungsprozess unterwerfen. Die Dekra unterstützt Firmen bei allen Aufgaben, die sich durch Reach ergeben.