Qualitätssicherung: Production Quality Inspector Hu Shaoyang prüft eine in Shenyang gefertigte Fensterrahmenverkleidung auf Maßhaltigkeit. (Bild: Wirthwein)

Qualitätssicherung: Production Quality Inspector Hu Shaoyang prüft eine in Shenyang gefertigte Fensterrahmenverkleidung auf Maßhaltigkeit. (Bild: Wirthwein)

Shenyang liegt im Nordosten der Volksrepublik China und ist die Hauptstadt der Provinz Liaoning. Die Metropole mit ihren über acht Millionen Einwohnern hat eine außergewöhnlich vielfältige Wirtschaft: chemische Industrie, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Hightech. Stark vertreten und Grund für das Engagement von Wirthwein in Shenyang ist die Automobilproduktion samt angesiedelter Zuliefererindustrie.

Die im April 2018 gegründete Gesellschaft „Shenyang Wirthwein Technology“ war bislang ein 50/50-Joint-Venture von Wirthwein und der Changshu Automotive Trim (CAIP). Wirthwein hat sich nun entschlossen, kurzfristig – mit Wirkung vom 01.12.2020 – 100 Prozent zu erwerben. Lars Lederer, Business Unit Leiter Automotive und zentraler Ansprechpartner für die Belange in Shenyang, erläutert die wesentlichen Gründe der Entscheidung: „So ist das Familienunternehmen Wirthwein flexibler und kann auf kurzfristige Marktveränderungen schneller reagieren.“ Betreut wird das Projekt operativ vor Ort von Valen Pan, stellvertretender General Manager und seit Gründung des Unternehmens in Shenyang für Wirthwein in verantwortlicher Position tätig.

Auftrag von deutschem Automibilhersteller

Der stellvertretende General Manager Valen Pan (links) und Projektmanager Li Lin tragen operative Verantwortung in Shenyang. (Bild:

Der stellvertretende General Manager Valen Pan (links) und Projektmanager Li Lin tragen operative Verantwortung in Shenyang. (Bild: Wirthwein)

Das Unternehmen produziert seit Mai 2019 Fensterrahmenverkleidungen für einen namhaften deutschen Automobilhersteller. Zwischenzeitlich konnte Wirthwein in Shenyang 25 sichere Arbeitsplätze schaffen und die Zertifizierung nach der Automobilnorm IATF 16949 erfolgreich abschließen. Auch mittelfristig sei die Zukunft des jungen Tochterunternehmens gesichert, berichtet Wirthwein weiter. Im Jahr 2020 konnte ein Nachfolgeauftrag zur Produktion von Fensterrahmenverkleidungen gewonnen werden.

Lars Lederer hält die Fäden des Projektes in der Wirthwein-Zentrale in Creglingen in der Hand. (Bild: Wirthwein)

Lars Lederer hält die Fäden des Projektes in der Wirthwein-Zentrale in Creglingen in der Hand. (Bild: Wirthwein)

Jährlich stattet Wirthwein mit der Produktion im chinesischen Shenyang rund 150.000 Fahrzeuge mit den unterschiedlichen Varianten der Fensterrahmenverkleidungen aus. Das Umsatzvolumen des ursprünglichen Auftrags bei einer Laufzeit bis 2024 liegt bei rund 15 Mio. Euro. Der Nachfolgeauftrag hat eine Laufzeit von rund sieben Jahren, Serienstart ist im Mai 2023 geplant. Jedoch – und das macht das Engagement im Nordosten Chinas aus Sicht von Wirthwein so interessant – liegt in der Region Shenyang weiteres Kundenpotential, das erschlossen werden soll.