„Das Bild in den Branchen ist  sehr differenziert. Produktionskürzungen sind jedoch eher selten vorgesehen“, sagt ifo-Experte Klaus Wohlrabe. In der Pharmaindustrie ist der Indikator stark eingebrochen. Nach 36 Punkten im November fiel er auf nur 6 im Dezember. In der chemischen Industrie halbierte sich der Indikator auf 8 Punkte, während sich die Hersteller von Kunststoff- und Gummiwaren (13 Punkte gegenüber 16 im November) noch relativ optimistisch zeigten. In der Autoindustrie sind Produktionskürzungen angekündigt. Der Indikator fiel von minus 1 Punkt auf minus 21 im Dezember. Noch pessimistischer sind im Dezember nur die Hersteller von Leder, Lederwaren und Schuhen mit minus 33 Punkten und die Bekleidungsindustrie mit minus 40 Punkten

Bei den Möbelherstellern soll hingegen die Produktion deutlich gesteigert werden. Der Indikator stieg auf 24 Punkte, nach 3 im November. Auch in der Textilwirtschaft wird die Produktion hochgefahren. Die Planungen der Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sind unverändert expansiv geprägt. Die Produktionserwartungen bleiben bei 28 Punkten im Dezember.

Bei den Getränkeherstellern sind die Kürzungspläne erstmal beiseitegelegt. Der Indikator machte einen ordentlichen Sprung nach oben, auf minus 1 Punkte, nach minus 21 im November. Eine ähnliche Entwicklung konnte bei den Nahrungs- und Genussmittelherstellern beobachtet werden.