Die Geldautomaten der DN Series bieten in ihrer Premium-Variante beim Geldausgabe- und beim Kartenleseschlitz sowie bei den seitlichen Sichtschutzflächen Möglichkeiten zur Farbindividualisierung mit Licht. Bild: alle Diebold Nixdorf

Die Geldautomaten der DN Series bieten in ihrer Premium-Variante beim Geldausgabe- und beim Kartenleseschlitz sowie bei den seitlichen Sichtschutzflächen Möglichkeiten zur Farbindividualisierung mit Licht.

Ob in der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum: Werbebotschaften leuchten überall und buhlen um die Aufmerksamkeit der Menschen. Viele Unternehmen legen daher Wert darauf, an ihren eigenen Farben erkannt zu werden und im besten Fall aus der Menge herauszustechen. Das gilt auch für Banken. Aber während Fassaden und Einrichtungen der Filialen längst überwiegend in den Unternehmensfarben gestaltet sind, sehen die meisten Geldautomaten einander noch immer zum Verwechseln ähnlich. Die neue Generation aus dem Hause Diebold Nixdorf, die DN Series, ändert das nun.

Leuchtende Akzente für individuelles Design

Bisher bot vor allem der Bildschirm eines Geldautomaten Platz für individuelle Werbebotschaften. Dabei gibt es doch viel mehr Möglichkeiten für Farbakzente und Branding. Die DN Series bietet in ihrer Premium-Variante deswegen auch beim Geldausgabe- und beim Kartenleseschlitz sowie bei den seitlichen Sichtschutzflächen Möglichkeiten zur Farbindividualisierung mit Licht. „Wir legen bei dieser Modellvariante einen Schwerpunkt auf eine hochwertige Beleuchtung“, sagt Peter Golüke, Lead Engineer for Light Solutions bei der Diebold Nixdorf Systems. Die Leuchtelemente sind jedoch nicht nur eine Frage des Designs, sie erhöhen auch die Sicherheit: „Der Nutzer wird über eine wechselnde Beleuchtung durch die gesamte Transaktion geführt“, erläutert Golüke. Beispielsweise leuchtet am Ende der Geldausgabeschlitz auf, damit das Geld nicht vergessen wird.

Die Entwicklung der Geldautomatenserie, die insgesamt auch kompakter und schneller geworden ist als ihre Vorgänger, nahm fast zwei Jahre in Anspruch. „Mit die größte Herausforderung war dabei, eine gleichmäßige, hochwertige Beleuchtung zu entwickeln“, so Golüke. Für den erfahrenen Lichtspezialisten kam dafür ausschließlich das Marken-Polymethylmethacrylat (PMMA) von Röhm in Frage: „Wir arbeiten schon lange mit Plexiglas – und deshalb war uns von Anfang an klar, dass wir den erhofften hochwertigen Eindruck nur mithilfe dieses Materials erzielen können. An diese Qualität kommt kein anderer PMMA-Hersteller heran“, betont Golüke.

Dennoch verging einige Zeit, bis das Entwickler-Team mit dem Ergebnis zufrieden war: Verschiedene Materialvarianten wurden getestet, immer wieder wurden die Werkzeuge modifiziert und unterschiedliche Verarbeiter beauftragt. „Es gab Lichtverzerrungen, unerwünschte 3D-Effekte und Helligkeitsunterschiede“, schildert Golüke. „Das war ein richtiger Lernprozess, bis wir schließlich die richtige Kombination aus Material, Verarbeitungsprozess und Positionierung der Lichtleiter und der LEDs im Gerät gefunden haben.“

Spezielles Material für Kantenbeleuchtung

Für die gleichmäßige Lichtstreuung sorgt ein PMMA, das mit Streupartikel ausgestattet ist.
Bild: alle Diebold Nixdorf

Für die gleichmäßige Lichtstreuung sorgt ein PMMA, das mit Streupartikel ausgestattet ist.
Bild: alle Diebold Nixdorf

Den Durchbruch brachte schließlich der Werkstoff Plexiglas LED für Kantenbeleuchtung, eine Formmasse, die speziell für diesen Einsatzzweck entwickelt wurde: Im Material eingebettete Streupartikel sorgen bei diesem Werkstoff dafür, dass das über die Kante eingekoppelte Licht gleichmäßig über die gesamte Bauteilfläche ausgekoppelt wird. „Unbeleuchtet erscheint das Material klar, beleuchtet erstrahlt es in der jeweiligen Farbe der LEDs“, beschreibt René Kogler, Leiter Produktmanagement für Lighting, Extrusion, Optics bei Röhm. „Weil Plexiglas selbst absolut farblos ist, gibt es die Farben sehr exakt wieder.“ Eigenschaften, die die Lichtexperten des Automatenherstellers überzeugt haben. „Die Lichtverteilung ist so gleichmäßig, dass beispielsweise der Lichtleiter, der in einer U-Form die Geldausgabe umrandet, zu einem absolut homogen leuchtenden Objekt wird“, so Golüke.

Bei der DN Series kommen gleich zwei verschiedene Varianten der Spezialformmasse zum Einsatz: Plexiglas LED LD12 für den Lichtleiter rund um den Kartenleser und Pdie Variante LED LD48 für das Leuchtelement bei der Geldausgabe. „Die beiden Typen unterscheiden sich durch ihren Gehalt an Streupartikeln“, erläutert Kogler. Denn um eine homogene Kantenbeleuchtung zu erreichen, spielt auch die Strecke eine Rolle, die das Licht zurücklegen muss. Deshalb ist das PMMA für Kantenbeleuchtung in vier verschiedenen Varianten erhältlich, die eine gleichmäßige Lichtauskopplung über eine Bauteillänge von bis zu 96 cm möglich machen.

Leuchtender Sichtschutz

Während es in PMMA für LED die Streupartikel sind, die die homogene Lichtauskopplung erzeugen, bieten die Standardvarianten des PMMA von Röhm eine sehr gute Lichtleitfähigkeit. Zu sehen ist das zum Beispiel an dem seitlichen Sichtschutz des Geldautomaten. „Wir verwenden hierfür Plexiglas GS Platten, die mit einer kaum sichtbaren Struktur bedruckt werden“, erläutert Golüke. Der Sichtschutz lässt sich so einstellen, dass er nur leuchtet, wenn der Geldautomat benutzt wird.

Der vielfältige und hochwertige Gesamteindruck der Leuchtelemente bleibt bei PMMA des Anbieters zudem über viele Jahre erhalten, denn alle Materialvarianten weisen eine hohe Oberflächenhärte aller thermoplastischen Kunststoffe auf und bieten deshalb gute Gebrauchseigenschaften. Ein langlebiger Premium-Look für ein Premium-Produkt.