Das 1997 gegründete Unternehmen Palad gehört zu den führenden Herstellern von HDPE- und PVC-Rohren in Israel. Bekannt ist der nach ISO 9001:2008 zertifizierte Hersteller für sein Großrohrspektrum, das bei HDPE-Rohren bis zu einem Durchmesser von 1.200ٔ mm und bei PVC-Rohren bis 500 mm reicht. Neben dem heimischen Markt bedient Palad auch Kunden in Ost- und Westeuropa, Südamerika und Afrika mit rund 25 % seiner Jahresproduktionsleistung, die derzeit rund 20.000 t beträgt. Dabei gehören zum Produktspektrum sowohl Rohre für die Frisch- und Abwasserversorgung, Erdgasverteilsysteme sowie Schutzrohre für Elektro- und Kommunikationsleitungen.

Die neue Extruderbaureihe zeichnet sich unter anderem durch vergleichsweise niedrige Schmelzetemperaturen bei hohen Ausstoßleistungen aus. (Bild: Battenfeld-Cincinnati)

Die neue Extruderbaureihe zeichnet sich unter anderem durch vergleichsweise niedrige Schmelzetemperaturen bei hohen Ausstoßleistungen aus. (Bild: Battenfeld-Cincinnati)

Kunde von Battenfeld-Cincinnati ist Palad, Migdal haEmek, Israel, bereits von Anfang an. Das Unternehmen betreibt heute mehrere Linien mit Maschinen des Extrusionsspezialisten. „Aufgrund unserer positiven Erfahrungen mit der Maschinentechnologie aus Deutschland haben wir uns auch bei der jüngsten Investition für einen Extruder von Battenfeld-Cincinnati entschieden und wurden nicht enttäuscht“, berichtet Rami Dweik, Sohn des Inhabers und als stellvertretender Geschäftsführer verantwortlich für die Produktion. Im Gegenteil. Der Anfang des Jahres installierte Solex NG 75-40 gehört zur neuen Generation der Hochleistungs-Einschneckenextruder von Battenfeld-Cincinnati.

Dieser ersetzt bei Palad einen Alt-Extruder in einer PE 100-Rohrlinie. „Besonders überzeugt uns die im Vergleich zum zuvor eingesetzten Extruder niedrigere Schmelzetemperatur bei besserer Schmelzehomogenität und somit Rohrqualität“, erläutert Fuad Dweik weiter. Dank der niedrigeren Schmelzetemperaturen erzielt Palad außerdem deutlich gleichmäßigere Wandstärkenverteilungen in engsten Toleranzen und weniger unerwünschtes Sagging. Logisch, dass die höhere Rohrqualität den Materialverbrauch reduziert und für weniger Ausschuss sorgt. „Sowohl die Materialeinsparungen als auch der rund 10 % niedrigere Energieverbrauch durch die geringeren Heizraten machen den Extruder zu einer besonders wirtschaftlichen Alternative“, fasst der Geschäftsführer zusammen, der bereits darüber nachdenkt, für weitere Bestandslinien in einen Solex NG-Extruder der neuen Generation zu investieren.

Komplett überarbeitete Verfahrenseinheit

Fuad Dweik (rechts), Managing Partner von Palad, und Deputy Manager Rami Dweik sind mit dem neuen Extruder hochzufrieden.

Fuad Dweik (rechts), Managing Partner von Palad, und Deputy Manager Rami Dweik sind mit dem neuen Extruder hochzufrieden.

Die neue Extruderbaureihe ist in Versionen mit 60, 75, 90 und 120 mm Durchmesser erhältlich und deckt einen Durchsatzbereich von 750 bis 2.500 kg/h ab. Verantwortlich für die beschriebenen Vorteile ist die im Vergleich zur etablierten und weiterhin erhältlichen Vorgängerserie komplett überarbeitete Verfahrenseinheit. Der innengenutete Zylinder bringt in Kombination mit einer darauf abgestimmten Schnecken- und Nutbuchsengeometrie deutliche prozesstechnische Optimierungen. So vermindert etwa ein reduziertes axiales Druckprofil den Maschinenverschleiß. Zudem sorgen hohe spezifische Ausstoßraten bei geringen Schneckendrehzahlen für eine hohe Effizienz, und die schonende, aber sehr effektive und homogene Aufschmelzleistung bei rund 10 °C niedrigeren Schmelzetemperaturen im Vergleich zu konventionellen Verfahrenseinheiten gewährleisten eine hohe Endproduktqualität sowie hohe Kosteneinsparungen in der Produktion. Werden Energiekosten in Höhe von 0,10 Euro/kWh angenommen, so können alleine aufgrund des 10 % geringeren Energieverbrauchs bei voller Ausstoßleistung rund 18.000 Euro Betriebskosten eingespart werden. Je nach Vergleichsmaschine sind Einsparungen bis zu 15 % möglich. Höhere Einsparungen können zudem durch die mit niedrigen Massetemperaturen einhergehenden Materialeinsparungen durch geringeres Sagging, insbesondere in der Großrohrfertigung, erzielt werden.

Intuitive Bedienerführung

Last but not least lobt der Rohrhersteller Palad die intuitiv zu bedienende Extrudersteuerung BC touch UX, die neben Trendfunktionen auch die Möglichkeit der Individualisierung und personalisierter Bedienoberflächen erlaubt. „Unseren Mitarbeitern kommt es sehr entgegen, dass die Bedienung mittlerweile sogar auf Hebräisch erfolgen kann und das Battenfeld-Cincinnati-Service-Team 24/7 erreichbar ist“, lobt der Rami Dweik seinen Extruderlieferanten abschließend.