Dr. Michael Effing (GF Amac), Richard Haas (CFO Fibre Coat), Dr. Robert Brüll (GF Fibre Coat ) und Alexander Lüking (CTO Fibre Coat) (v.l.n.r.) freuen sich über die Kooperation. (Bild: Amac)

Dr. Michael Effing (GF Amac), Richard Haas (CFO Fibre Coat), Dr. Robert Brüll (GF Fibre Coat ) und Alexander Lüking (CTO Fibre Coat) (v.l.n.r.) freuen sich über die Kooperation. (Bild: Amac)

Dr. Michael Effing, Geschäftsführer Amac: „Fibre Coat ist ein vielversprechender Newcomer im Bereich elektromagnetische Abschirmungsanwendungen und Composites. Ihre Innovationen sind sehr kosteneffizient gerade für neue Technologien wie E-Mobilität oder Telekommunikation. Ich freue mich sehr, das Unternehmen mit Schlüsselakteuren der Branche bekannt zu machen und sie in ihrer Wachstumsstrategie zu begleiten.“

Ausgezeichnete Technologie

Fibre Coat hat bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten, darunter zuletzt den Berliner „Falling walls venture“ in der Kategorie „fortschrittliche Materialien“ für das Herstellen ihrer innovativen mit Thermoplast beschichteten Glasfasern, die zu Composites verarbeitet werden können. Diese erzielen eine erhebliche Kostensenkung im Gegensatz zu den herkömmlich verwendeten Materialien Stahl und Aluminium erzielen. Darüber hinaus wurde das Start-up beim AC² Gründungswettbewerb für Jungunternehmer in Aachen ausgezeichnet und ist Finalist in der Kategorie Mobilität beim Hello Tomorrow Global Challenge 2020 in Paris.

Fibre Coat entwickelt metallbeschichtete Fasern wie Zwei-Komponenten-Multifilamentgarne mit Basaltkern und Aluminiumbeschichtung, die für eine EMI-Abschirmung und Kühlkörper in Batteriegehäusen verwendet werden sowie als elektrische Ableiter in Filtern, zur Verstärkung von Aluminiumgussteilen oder in leitfähigen Garne in smarten Textilien.
Heute bringt das Start-up das neue Produkt Alucoat auf den Markt. Hierbei handelt es sich um eine aluminiumbeschichtete Glas- oder Basaltfaser, die sich als elektromagnetisches Abschirmmaterial in Automobilanwendungen wie Radar, Antennen oder für autonomes Fahren eignet sowie für Mobiltelefone und Anwendungen in Gebäuden. Aufgrund ihrer außerordentlichen Wärmeleitfähigkeit und besseren Wärmeübertragung verglichen mit traditionellem Verbundmaterial kann sie für die Herstellung von Autobatterieschalen oder für industrielle Anwendungen wie Feinstaubluftfilter verwendet werden.

Als Garn, Gewebe oder Vliesstoff

Alucoat – Aluminiumbeschichtete Basaltfasern als Multifilamentgarn, Gewebe und Vlies. Bild: Amac)

Alucoat – Aluminiumbeschichtete Basaltfasern als Multifilamentgarn, Gewebe und Vlies. (Bild: Amac)

Ab dem 1. Januar 2021 ist Alucoat als Garn, Gewebe oder Vliesstoff mit einer breiten Palette möglicher Titer und Flächengewichte auf dem Markt erhältlich. Das Material bietet eine elektrische Leitfähigkeit von 100 Ωm und eine Arbeitstemperatur von mindestens 400 °C. Darüber hinaus kann es für die Abschirmung von niedrigen bis hohen Frequenzen mit einer Wirksamkeit von 80 bis 120 dB eingesetzt werden. Dr. Robert Brüll, Geschäftsführer Fibre Coat : „Alucoat ist das weltweit erste Produkt auf dem Markt, bei dem jedes einzelne Filament während des Spinnprozesses gleichmäßig beschichtet wird. Daher übertrifft Alucoat alle derzeit auf dem Markt verfügbaren Produkte in seiner Abschirmungs- und Wärmeleitfähigkeit bei gleichzeitig deutlich geringerem Preis. Darüber hinaus arbeiten wir an einem weiteren innovativen Produkt, das aus einer mehrfädigen Glasfaser besteht, die mit einem Polypropylenpolymer beschichtet ist, das wir zur JEC 2021 auf den Markt bringen möchten und das hauptsächlich in Automobil- und Industrieanwendungen zum Einsatz kommen wird.“ (sf)