Herbold Meckesheim liefert eine Waschanlage mit einer Jahreskapazität von circa 10.000 Tonnen für Folienrecycling. (Bildquelle: Herbold)

Herbold Meckesheim liefert eine Waschanlage mit einer Jahreskapazität von circa 10.000 Tonnen für Folienrecycling. (Bildquelle: Herbold)

Die Anlage ist – nach Angaben von Herbold Meckesheim – ein Schritt, die steigende Nachfrage nach hochqualitativem Kunststoff-Rezyklat im Vereinigten Königreich abzudecken. Die britische Regierung plant für das Jahr 2022 eine Steuer auf Kunststoffverpackungen. Die anfängliche Besteuerung soll sich auf 200 britische Pfund pro Tonne für Verpackungen belaufen, deren Rezyklat-Anteil weniger als 30 Prozent ausmacht. Das soll die Nachfrage nach hochqualitativen Rezyklaten anregen.

Neu in diesem Projekt: Der Shredder Herbold EWS 45/200 ist als Vorzerkleinerer vor der Nassmühle. Das neue Konzept verbessere nach unternehmensangaben vor allem die Zugänglichkeit zu Messern und Sieben im Interesse einer anwenderfreundlichen Instandhaltung. Der getriebelose Riemenantrieb in Kombination mit einer mechanischen Kupplung biete Schutz gegen Schäden, die durch Fremdkörper drohen. Der Rotor lässt sich mit verschiedenen Messerkonfigurationen bestücken und optional mit leicht austauschbarer Zusatzpanzerung verstärken.

Für die Qualität des finalen Produktes wird ein Hydrozyklon eingesetzt, anstelle des häufig verwendeten Trenntanks. Er besitzt eine höhere Trennschärfe, übt mehr Friktion auf das Material au und erzeugt deshalb reinere Flakes. Diese wesentlich besseren Ergebnisse wurden durch Versuche im Herbold-Technikum bestätigt.

Herbold sieht sich in einer guten Position, den steigenden Anforderungen an hochqualitative Kunststoffrezyklate gerecht zu werden. Die neueste Waschanlagen-Generation leiste auch in England einen großen Beitrag zu mehr Kreislaufwirtschaft. (jhn)