Herstellung von Probekörpern aus Luvocom 3F Filament PAHT 9825 NT auf dem Ultimaker S5 Pro Bundle. (Bildquelle:Tüv Süd)

Herstellung von Probekörpern aus Luvocom 3F Filament PAHT 9825 NT auf dem Ultimaker S5 Pro Bundle. (Bildquelle:Tüv Süd)

In allen Punkten erfüllt der Druckprozess die von Tüv Süd erstellten Anforderungen. Die Prüfgrundlage „Reproduzierbarer 3DP-Bauprozess“ referenziert existierende und entstehende 3D-Druck-Standards. Damit sind das geprüfte Luvocom 3F Filament PAHT 9825 NT, ein unverstärktes Hochleistungs-Polyamid, und der Ultimaker S5 Pro Bundle das weltweit erste von Tüv Süd zertifizierte System im Bereich Fused Filament Fabrication (FFF).

Die Lehvoss-Gruppe unter der Führung von Lehmann&Voss bietet vier Materialien als eigenes Filament an. Es wird an der Zertifizierung aller vier Filamentvarianten gearbeitet. Der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Materialien. Sie werden in Filamentform von Herstellern unter eigenen Marken vertrieben.

Reproduzierbares Fertigungsverfahren

„Dies ist ein wichtiger Schritt für die Industrialisierung und Skalierbarkeit von FFF. Das zertifizierte System erhöht die Sicherheit in der Teileproduktion und soll die gleichberechtigte Nutzung des 3D-Druckes zu bereits etablierten Fertigungsverfahren, wie dem Spritzgießen, beschleunigen“ sagt Dr. Thiago Medeiros Araujo, Business Development Luvocom 3F.

Jos Burger, Geschäftsführer bei Ultimaker, sagt: „Dieses Zertifikat beweist, dass Bauteile, gedruckt mit dem Ultimaker S5 Pro Bundle und Luvocom 3F PAHT 9825 NT, akkurat und reproduzierbar herstellbar sind. Viele unserer Kunden legen hierauf großen Wert, insbesondere wenn es um anspruchsvolle Anwendungen mit technischen Materialien geht.“

„Die Zertifizierung des reproduzierbaren 3DP-Bauprozesses ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur wettbewerbsfähigen Produktion mittels 3D-Druckern. Die Prüfgrundlage, mit den dahinterstehenden Standards, hilft allen Marktteilnehmern den Unterschied zwischen 3D-Druck zur Prototypen-Herstellung und 3D-Druck zu Produktionszwecken zu erkennen,“ sagt Gregor Reischle, Head of Additive Manufacturing bei Tüv Süd. Der zertifizierte reproduzierbare Druckprozess helft vor allem Anwendern dabei, Technologie-Integrationskosten zu senken. (jhn)