der Konzern entwickelt sich auch in herausfordernden Zeiten besser als ihre Märkte sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Elmar Degenhart.(Bildquelle: Continental)

Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender Continental AG, strebt aus persönlichen Gründen eine Vertragsauflösung zum 30. November 2020 an. .(Bildquelle: Continental)

Nach über elf Jahren will Degenhart aus Gründen unmittelbar notwendiger, gesundheitlicher Vorsorge sein Mandat zum 30. November 2020 niederlegen. „Nach bis zuletzt großer Kraftanstrengung zum Wohle unserer Organisation wurde mir vor kurzem die Bedeutung vor Augen geführt, in meiner persönlichen Lebensplanung unverzüglich die Vorsorge für meine Gesundheit in den Vordergrund zu stellen. Dabei hätte ich sehr gerne an unserem strukturellen Umbau und unserem profitablen Wachstums- und Zukunftsprogramm weitergearbeitet und den künftigen Erfolg daraus erlebt. Dies zumal wir gerade jüngst schwierigste Entscheidungen dafür getroffen und die entscheidenden Weichen gestellt haben. Aber mit Rücksicht auf die mir gesundheitlich angeratene Zurückhaltung setze ich jetzt andere Prioritäten“, begründete Degenhart seine überraschende Entscheidung.

Degenhart hat den Turnaround und die Erneuerung des Portfolios von Continental vorangetrieben

Seit dem 12. August 2009 und jetzt in dritter Amtszeit ist der promovierte Ingenieur Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Zu seinem direkten Verantwortungsbereich zählen Unternehmenskommunikation, Unternehmensstrategie, Qualitätsmanagement Continental Group und das Start-up-Programm co-pace.

Im Rückblick auf den einst durch ihn eingeschlagenen Erfolgskurs des Unternehmens fügte Degenhart hinzu: „Es war mir eine Freude und Ehre, an der Spitze von Continental zu stehen und ihren Turnaround sowie profitablen Wachstumskurs beschleunigt voranzutreiben. Ich danke unseren Kunden für ihr in mich gesetztes Vertrauen sowie unseren Aktionären, dem Aufsichtsrat, meinen Vorstandskollegen, direkten Mitarbeitern und dem weltweiten Continental-Team für ihre großartige Unterstützung, ihr hohes Engagement und die eindrucksvolle Leistung in den vergangenen über elf Jahren. Ich bin überzeugt davon: Mit seiner einmaligen Werte- und Netzwerkkultur hat das Continental-Team auf dem jetzt eingeschlagenen strategischen Weg größte Erfolge vor sich.“

Aus einer existenzbedrohenden Lage zurück zur Spitze

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle dankte Degenhart im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder für seine langjährige, erfolgreiche Arbeit und würdigte dessen „hervorragende Leistung, sein vorbildliches Führungsverhalten sowie seine großen Verdienste um Continentals langjährige Erfolgsbilanz“. Reitzle sagte: „Wir alle bedauern den Entschluss von Herrn Degenhart und seinen Rücktritt sehr. Wir respektieren jedoch seinen Wunsch und haben Verständnis für die dahinter stehenden, persönlichen Gründe. Mit seinem Amtsantritt im August 2009 hat Herr Degenhart zusammen mit seinem Team das Unternehmen aus einer für alle spürbaren, existenzbedrohten Lage heraus zurück in den DAX-30-Index und auf eine industrieweite Spitzenposition geführt. Unter seiner Führung wurde die einst hohe Verschuldung von Continental auf Normalmaß zurückgeführt, ihr Eigenkapital gestärkt und ihre frühere, hohe Kredit- und Anlagewürdigkeit wieder voll erreicht.“

Reitzle fügte hinzu: „Als Führungskraft und Mensch ist Elmar Degenhart ein Vorbild des von ihm geprägten Continental-Führungsgrundsatzes: Werte schaffen Wert. Für seine Erfolgsbilanz gebührt ihm der größtmögliche Dank aller Stakeholder. Mit einer neu formierten Organisationsstruktur und dem Ausbau einer nachhaltigen Wertekultur hat er die entscheidenden Fundamente für das weitere, profitable Wachstum und die Zukunftsfähigkeit von Continental gelegt.“

Die anstehende Nominierung der Nachfolge kommentierte der Aufsichtsratsvorsitzende wie folgt: „Ich werde den Aufsichtsrat zusammenrufen, um kurzfristig über die Nachfolgebesetzung zu entscheiden. Wir konzentrieren uns dabei auf die nahtlose Fortsetzung und Kontinuität in der laufenden Transformation von Continental vom Reifenhersteller und Automobilzulieferer zum zukunftsweisenden Technologie- und Softwareunternehmen für die Mobilität.“ (ega)