Die Ebit-Marge konnte von 6,8 auf 7,3 Prozent gesteigert werden. Im dritten Quartal wurden Umsatzerlöse von 92,8 Mio. EUR und damit ebenfalls 12,4 Prozent weniger als im Vorjahr erzielt. Das Ebit im dritten Quartal konnte trotz des Umsatzrückgangs deutlich gegenüber dem Vorjahr auf 6,9 Mio. EUR gesteigert werden. Dieses lag 2019 bei 4,6 Mio. EUR. Die Ebit-Marge im dritten Quartal beträgt 7,4 Prozent gegenüber 4,3 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Sonderkonjunktur transparenter Platten

In Europa konnte sich Simona in den ersten drei Quartalen gut behaupten, auch aufgrund einer Sonderkonjunktur mit transparenten Platten, die zu Vorrichtungen zum Infektionsschutz weiterverarbeitet werden. Das Geschäft in den USA litt unter dem drastischen Einbruch des Marktes für die Innenausstattung von Flugzeugen. Dagegen waren die Rückgänge im Industriesegment moderat. Im Geschäft mit thermogeformten Teilen für die Bau- und Freizeitindustrie ließen sich in den letzten Monaten deutliche Zuwächse erzielen. In der Region Asien-Pazifik konnten die Umsatzerlöse mit Rohren und Formteilen für industrielle Anwendungen deutlich gesteigert werden. Dagegen erholt sich das Halbzeuggeschäft nur langsam.

Matthias Schönberg, CEO von Simona. (Bildquelle: Simona)

Matthias Schönberg, CEO von Simona. (Bildquelle: Simona)

„Wir sind zufrieden mit der Entwicklung in turbulenten und schwierigen Zeiten. Unsere globale Aufstellung und breite Diversifizierung in verschiedenen Branchen hat geholfen, stärkere Umsatzrückgänge zu vermeiden. Wir haben den Fokus auf die Sicherung unseres Ergebnisses und die konsequente Arbeit an den strategischen Projekten zur Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit in Europa gelegt“, sagt Matthias Schönberg, CEO von Simona.

Die Integration der Akquisition Simona Stadpipe im Markt für Fischzucht sei in kurzer Zeit nahezu abgeschlossen. Durch gutes Preismanagement, intensive Marktbearbeitung und hohe Kostendisziplin ließ sich ein gutes operatives Ergebnis erzielen. In den strategischen Projekten sei das Unternehmen vorangekommen und spüre die Verbesserungen im Ergebnis des dritten Quartals. Die Absatzaussichten für das letzte Quartal seien jedoch getrübt. Die weltweit steigenden Infektionszahlen und die Angst vor weiteren Lockdowns verunsicherten und ließen Unternehmen noch vorsichtiger bei Investitionen agieren. Das ursprüngliche Ziel eines Konzernumsatzes von 430-440 Mio. EUR werde das Unternehmen nicht erreichen. Schönberg sagt dazu: „Wir sind aufgrund der Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten jedoch zuversichtlich, die angestrebte Ebit-Marge von sechs bis acht Prozent erreichen zu können, falls keine drastischen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung die Konjunktur im vierten Quartal deutlich belasten werden.“ (jhn)