Das Programm Operation Clean Sweep der Kunststofferzeuger das Ziel, das Aufkommen von Granulaten und Pellets an Straßen, Fluss- und Küstenabschnitten zu reduzieren. (Bildquelle: PlasticsEurope)

Das Programm Operation Clean Sweep der Kunststofferzeuger das Ziel, das Aufkommen von Granulaten und Pellets an Straßen, Fluss- und Küstenabschnitten zu reduzieren. (Bildquelle: Plastics Europe)

Das Programm Operation Clean Sweep (OCS) der Kunststofferzeuger in Europa hat das Ziel, Umweltschäden durch Kunststoffe zu vermeiden. Im Zuge der Veröffentlichung des OCS-Reports wurde auch der Aktionsplan zur Entwicklung eines europäischen Zertifizierungssystems Null-Pelletverlust 2022 vorgestellt. Bei der Umsetzung arbeitet Plastics Europe eng mit der Kunststoff-Wertschöpfungskette zusammen. Es gilt, wirkungsvolle und verpflichtende Anforderungen auf Basis von sechs Säulen der OCS-Verpflichtung festzulegen und diese regelmäßig von akkreditierten Fachleuten überprüfen zu lassen.

Ziel ist es, bis 2025 alle Mitgliedsunternehmen von Plastics Europe extern prüfen zu lassen. „Dieser Ansatz ermöglicht es der Kunststoffindustrie, ihre Aktivitäten in Richtung einer Vermeidung von Pelletverlusten in die Umwelt deutlich zu machen und offen zu legen“, erklärte Dr. Markus Steilemann, CEO von Covestro und Präsident von Plastics Europe. „Wir verbinden unser Engagement mit einer Einladung an die Kunststoff-Wertschöpfungskette, sich uns hierbei anzuschließen.“

Null-Pelletverlust sicherstellen

Pellets und auch Pulver und Flocken sind verschiedene Arten von Rohstoffen, die zu Kunststoffprodukten verarbeitet werden. Während in der gesamten Kunststoffindustrie hohe Kontakt Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsmanagementkontrollen gelten, kann es auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette zu unbeabsichtigten Verlusten von Pellets und ähnlichen Stoffen kommen. Das OCS-Programm gibt Unternehmen Handreichungen, wie sich Granulatverluste vermeiden lassen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der freiwilligen Selbstverpflichtung 2030 von Plastics Europe.

„Ich bin stolz darauf, dass Plastics Europe der erste Wirtschaftsverband weltweit ist, der OCS für seine Mitglieder verbindlich gemacht hat“, sagte Virginia Janssens, Managing Director von Plastics Europe. „Das globale Problem des Pelletverlustes kann nur durch gemeinsames Handeln und zusammen mit der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette gelöst werden.“

Um Umweltschäden durch Kunststoffe zu vermeiden, braucht es verschiedene Hebel. Dazu zählt auch, das Aufkommen von in der Kunststoffproduktion eingesetzten Granulaten und Pellets an Straßen, Fluss- und Küstenabschnitten zu reduzieren. (jhn)