Stefan Engleder ist CEO der Engel Holding, Schwertberg, Österreich.

Stefan Engleder ist CEO der Engel Holding, Schwertberg, Österreich.

Stefan Engleder ist CEO der Engel Holding, Schwertberg, Österreich.

Die Entwicklung digitaler Formen der Zusammenarbeit wurde durch die Corona-Pandemie beschleunigt. Virtuelle Besprechungen und auch virtuelle Serviceeinsätze sind jetzt Teil unseres Alltags, und das macht viele Prozesse effizienter. Mit e-connect.24, einer Lösung für Remote-Service und Online-Support, konnten wir unsere Kunden trotz Kontaktsperren und Reiserestriktionen durchgehend sehr gut unterstützen. Diese Möglichkeit wird für die Hersteller während der Pandemie besonders bedeutsam. Viele Firmen befassen sich jetzt mit der Frage, wie sie ihre Produktivität im Krisenfall absichern können. Uns motiviert das, in der Entwicklung weiter stark die Digitalisierung zu fokussieren. Wir setzen uns beispielsweise im Bereich der Prozessüberwachung intensiv mit Data Analytics auseinander. Das ist gewissermaßen die Grundlagenarbeit in Richtung sich selbst optimierender Spritzgießmaschinen.

 

Burkhard Rüßmann ist geschäftsführender Gesellschafter bei L&R Kältetechnik, Sundern.

Burkhard Rüßmann ist geschäftsführender Gesellschafter bei L&R Kältetechnik, Sundern.

Burkhard Rüßmann ist geschäftsführender Gesellschafter bei L&R Kältetechnik, Sundern.

Auf der Entwicklungsebene waren unsere Anlagen schon vor der Pandemie in hohem Maße automatisiert und digitalisiert. Unsere Kälteanlagen sind grundsätzlich mit der Möglichkeit des Webservice ausgestattet und die Kunden nutzen das auch. Dasselbe gilt für die Visualisierung, die immer häufiger in zentrale Leitwarten oder Energiemanagementsysteme eingebunden wird. Grundsätzlich verändert hat sich die Kommunikation. Video- und Webkonferenzen sind tägliche Praxis. Das ist schade, weil das persönliche Gespräch mit Kunden und Partnern fehlt. Aber als effizienzgetriebenes Unternehmen müssen wir auch sagen: Hier spart die Digitalisierung Zeit und Kosten.

 

Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian ist Institutsdirektor des FSKZ in Würzburg. (Bildquelle: FSKZ)

Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian ist Institutsdirektor des FSKZ in Würzburg. (Bildquelle: FSKZ)

Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian, ist Institutsdirektor des FSKZ, Würzburg.

Die Digitalisierung hat durch die Corona-Krise definitiv einen Schub erlebt. In der Forschung und Entwicklung stand Remote Work zur Aufrechterhaltung der Projektarbeit und der Projektakquise im Vordergrund. Im Bereich der Managementzertifizierung war ein schneller Umstieg auf Videokonferenzen notwendig, um den Kontakt mit den Kunden aufrechtzuerhalten. Unsere Produktprüfung musste etablierte Prozesse teilweise völlig neu aufbauen, um beispielsweise Remote Audits zu ermöglichen. Die Weiterbildung hatte durch das zeitweilige Veranstaltungsverbot den größten Anpassungsdruck und musste ihr Geschäftsmodell hin zu hybriden oder reinen Online-Angeboten schneller als ursprünglich geplant verändern. Bezogen auf das gesamte SKZ kann ich sagen, dass die strategische Ausrichtung auf Cloudtechnologien bereits weit in der Umsetzung war. Binnen weniger Tage konnten dann sämtliche Mitarbeiter aus dem Homeoffice arbeiten. Die Einführung verlief aber eher unkonventionell, da keine umfangreichen Softwareschulungen möglich waren. Doch die Mitarbeiter waren schnell fähig, die neuen Methoden in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren.