Gerhard Böhm ist Geschäftsführer Vertrieb bei Arburg, Loßburg.

Gerhard Böhm ist Geschäftsführer Vertrieb bei Arburg, Loßburg.

Gerhard Böhm ist Geschäftsführer Vertrieb bei Arburg, Loßburg.

Trotz der Corona-Situation verfolgen wir, was Technologie und Entwicklung und auch Wertschöpfungs- und Lieferketten angeht, langfristige strategische Ziele. Jetzt beim Thema Innovationen auf die Bremse zu treten, wäre aus unserer Sicht völlig falsch. Im Gegenteil: Nur mit neuen intelligenten und effizienten Lösungen schaffen es unsere Kunden, und damit letztlich auch wir, für die Zukunft gut aufgestellt zu sein und im Wettbewerb die Nase vorn zu haben. Bei den Weiterentwicklungen unserer Spritzgießmaschinen geht es unter anderem um die Kombination von mechanischen Funktionalitäten der Spritzgießmaschine – und hier vor allem die Spritzeinheit –, mit Software und Digitalisierung. Der neue Füllassistent für Allrounder mit Gestica-Steuerung ist ein Beispiel, wie sich die Bauteilsimulation in die Maschinensteuerung integrieren lässt. Damit wird die Simulation ein Teil des Spritzgießprozesses. Der Maschinenbediener sieht, wie der Füllvorgang unter realen Bedingungen abläuft. Hier sind die Entwicklungen aktuell im vollen Gang. Ein weiteres Trendthema ist die additive Fertigung. Mit unseren Freeformern erschließen wir immer neue Anwendungsfelder. Sie eignen sich besonders gut für den Einsatz in der Medizintechnik, weil sie qualifizierte Originalmaterialien zum Beispiel zu Implantaten verarbeiten können und reinraumtauglich sind.

 

Michael Wittmann ist Geschäftsführer Wittmann Kunststoffgeräte in Wien, Österreich. (Bidlquelle: Wittmann)

Michael Wittmann,
Wittmann Battenfeld

Michael Wittman, ist Geschäftsführer Wittmann Kunststoffgeräte, Wien, Österreich.

Unsere Entwicklungsbestrebungen zielen unter anderem in Richtung Energieeffizienz, Digitalisierung, intelligente Algorithmen und Automatisierung einer Produktionszelle. Das Thema Energieeffizienz ist in den letzten paar Jahren, vor allem auf den Messen, durch den Fokus auf Kreislaufwirtschaft etwas in den Hintergrund getreten, hat aber intern für uns höchste Priorität. Gerade in Deutschland ist gut erkennbar, dass die vermehrte Versorgung durch erneuerbare Energien aktuell und auf absehbare Zeit zu extrem hohen Energiepreisen geführt hat. Andere Länder, die vergleichbare Anstrengungen unternommen haben, wie beispielsweise Dänemark, machen ähnliche Erfahrungen. Und das wird sich bei weiteren Ländern nicht sehr stark unterscheiden. Insofern ist der Energieverbrauch schon aus wirtschaftlichen Gründen, nicht nur aus Gründen der Nachhaltigkeit, sehr wichtig. Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung. Auf diesem Gebiet sind wir durch die Erweiterung der SmartMachine zu einer SmartWorkcell (Stichwort Wittmann 4.0) weltweit führend und arbeiten natürlich fieberhaft an neuen Funktionalitäten. Wichtig ist ebenso die offene Kommunikation und die Umsetzung von Euromap-Standards für die Anbindung zwischen Spritzgießmaschine und MES/ERP oder Peripheriegerät zu Spritzgießmaschine. Intelligente Algorithmen: Vor einigen Jahren haben wir unsere HiQ-Regeloptimierungen auf den Markt gebracht und entwickeln diese permanent weiter. Dahinter verbergen sich adaptive und selbstoptimierende Regelalgorithmen, die auf Umgebungseinflüsse reagieren können. So ein Einfluss kann beispielsweise biobasiertes Material sein, welches naturgemäß wesentlich höhere Schwankungen beim Fließverhalten aufweist. Erwähnen möchte ich auch noch unsere Weiterentwicklungen in Richtung Condition- Monitoring-System.

Stefan Engleder ist CEO der Engel Holding, Schwertberg, Österreich.

Stefan Engleder ist CEO der Engel Holding, Schwertberg, Österreich.

Stefan Engleder ist CEO der Engel Holding, Schwertberg, Österreich.

Neben den Themen Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft befassen wir uns intensiv mit der Transformation des Automobils. Die Trends zum autonomen Fahren und zur Elektromobilität erfordern zum Teil ganz neue Produkte und Verarbeitungstechnologien. Beim autonomen Fahren liegt der Fokus auf noch hochwertigeren, multifunktionalen Oberflächen. Für die Umsetzung alternativer Antriebskonzepte spielen hocheffiziente Compositetechnologien und Elektronikkomponenten wie Stecker und Dichtungen vermehrt eine Rolle.