Im Schaumspritzguss (Foammelt) produzierte Bauteile sind im Vergleich zum Kompaktspritzgießen um rund 20 Prozent leichter. Auch für hochwertige Sichtbauteile finden zunehmend Schäumverfahren Einsatz. (Bildquelle: Engel)

Im Schaumspritzguss (Foammelt) produzierte Bauteile sind im Vergleich zum Kompaktspritzgießen um rund 20 Prozent leichter. Auch für hochwertige Sichtbauteile finden zunehmend Schäumverfahren Einsatz. (Bildquelle: Engel)

„Das Schaumspritzgießen hat sich als eine der wesentlichen Leichtbautechnologien etabliert“, betont Wolfgang Kienzl, Produktmanager Technologien von Engel Austria, „weshalb zwischenzeitlich auch viele unterschiedliche Schäumverfahren im Einsatz sind. In jedem Fall aber ist anwendungstechnisches Know-how für ein gutes Spritzgießergebnis wichtig.“

Die Online-Konferenz wird genau dieses Know-how vermitteln. Das Themenspektrum umfasst die gesamte Prozesskette, von der Foammelt gerechten Bauteilentwicklung und Konstruktion über die Materialien und den Spritzgießprozess bis hin zur Oberflächentechnik.

An drei Tagen werden drei unterschiedliche Themenblöcke in jeweils vier praxisorientierten Vorträgen aufbereitet – vormittags in deutscher und nachmittags in englischer Sprache. Als Moderatoren werden Michael Fischer, Leiter Business Development Technologie, und Wolfgang Kienzl durch die interaktiv konzipierte Veranstaltung führen. Die Fragen der Teilnehmer werden jeweils direkt im Anschluss an die Vorträge von den Referenten beantwortet.

Von den Grundlagen bis zur Zukunft

Der erste Tag der Konferenz widmet sich den Grundlagen des Verfahrens und den besonderen Vorteilen des Schäumprozesses. Neben einem Vergleich von physikalischem und chemischem Schäumen erwartet die Teilnehmer ein interessanter Vortrag zu den Leichtbau- und Nachhaltigkeitsaspekten einer Kombination zwischen Schäumen und Co-Injektion. Das Unternehmen Trexel wird zum Abschluss des ersten Konferenztages Einblicke geben, wohin sich das physikalische Mucell Verfahren in Zukunft entwickeln wird.

Tag zwei steht im Zeichen von Produktentwicklung, Werkzeugtechnik und Qualitätssicherung. Behandelt wird hier, welche Bauteile sich für das Schaumspritzgießen eignen und warum die Werkzeugtechnik für eine erstklassige Oberfläche der Bauteile ausschlaggebend ist. Darüber hinaus erwarten die Teilnehmer Einblicke in die Simulation für die Prozessoptimierung und neue Entwicklungen zu Inline-Messverfahren für hohe Bauteilqualitäten.

Der dritte Tag fokussiert auf das Umsetzen und praktische Erfahrungen mit dem Schaumspritzgießen. Unter anderem stellt Borealis spezielle Granulate für den PP-Schaumspritzguss vor. ProTec Polymer Processing zeigt das Somos Perfoamer Verfahren, bei dem das Kunststoffgranulat in einem Autoklav mit CO2 angereichert und dann weiterverarbeitet wird. Im zweiten Teil berichtet Kostal über seine Erfahrungen aus der Praxis des Schaumspritzgießens. Zum Abschluss geben der Veranstalter und das CHASE Kompetenzcenter Linz Einblicke in die Forschung zum Schaumspritzgießen und unternehmen gemeinsam mit den Konferenzteilnehmern eine Reise in die Foammelt Zukunft.

Bis zu 20 Prozent Gewicht einsparen

Was alle verschiedenen Schaumspritzgießverfahren vereint, ist die Devise: Einsparen ohne Verzicht. Es lassen sich qualitativ hochwertige Bauteile herstellen, die bis 20 Prozent leichter sind als die Kompaktvarianten. Sie spielen ihre Vorteile vor allem dort aus, wo neben der Gewichtsreduktion Gestalttreue, Maßhaltigkeit, Isolationseigenschaften und Produktionseffizienz von Bedeutung sind.

Unter dem Namen Foammelt bietet der Maschinenhersteller für die unterschiedlichsten Schäumanforderungen Spritzgießmaschinen und integrierte Systemlösungen an, die sowohl auf physikalischen als auch chemischen Schäumtechnologien basieren. (sf)