Die Freeformer der Baugrößen 200-3X und 300-3X verarbeiten Kunststoffgranulate, wie sie auch im Spritzgießen eingesetzt werden. (Bildquelle: Arburg)

Die Freeformer der Baugrößen 200-3X und 300-3X verarbeiten Kunststoffgranulate, wie sie auch im Spritzgießen eingesetzt werden. (Bildquelle: Arburg)

Die Freeformer der Baugrößen 200-3X und 300-3X verarbeiten Kunststoffgranulate, wie sie auch im Spritzgießen eingesetzt werden. Das macht die offenen Systeme sehr wirtschaftlich und bietet eine hohe Materialvielfalt. Unter anderem lassen sich auch biokompatible, resorbierbare und sterilisierbare sowie FDA-zugelassene Originalmaterialien verarbeiten, was neue Möglichkeiten ermöglicht.

Im AKF-Verfahren lassen sich resorbierbare Originalmaterialien verarbeiten. Die Firma Samaplast stellt beispielsweise knochenähnliche Plattenimplantate her, die nach und nach durch körpereigenes Gewebe ersetzt werden. (Bildquelle: Arburg)

Im AKF-Verfahren lassen sich resorbierbare Originalmaterialien verarbeiten. Die Firma Samaplast stellt beispielsweise knochenähnliche Plattenimplantate her, die nach und nach durch körpereigenes Gewebe ersetzt werden. (Bildquelle: Arburg)

„In der Medizintechnik können mit dem AKF-Verfahren auch sehr anspruchsvolle Anwendungen realisiert werden, die so mit keinem anderen Verfahren machbar sind“, erläutert Lukas Pawelczyk, Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer bei Arburg. Als Beispiel nennt er resorbierbare Implantate. Neben dem knochenähnlichen Resomer Composite LR 706 S ß-TCP, das den Knochenaufbau fördert, wurde mit dem Freeformer kürzlich ein weiteres innovatives Material von Evonik verarbeitet: Das Polymer aus der Resomer-C-Familie wird im Bereich der Weichteilgewebe eingesetzt.

Große Materialvielfalt

Mit diesem Verfahren ist es möglich, Bauteile aus Weichmaterialien nahezu aller Shore-Härten additiv zu fertigen. Diese haben in Bezug auf mechanische Belastbarkeit, Rückstellverhalten, UV-Stabilität und Dauerbelastung annähernd die gleichen Eigenschaften wie Spritzteile. Durch die Slicing-Parameter lassen sich auch verschiedene Materialdichten innerhalb eines Bauteils realisieren.

Lukas Pawelczyk, Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer. (Bildquelle: Arburg)

Lukas Pawelczyk, Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer. (Bildquelle: Arburg)

„Voll funktionsfähige Protopyen aus weichen thermoplastischen Elastomeren sind vor allem in der Automobilindustrie sehr gefragt“, weiß Lukas Pawelczyk. Neben Automotive-Bauteilen zeigt der Maschinenhersteller im Rahmen der digitalen Veranstaltung in Frankfurt auch das Fertigen einer flexiblen Schuhsohle und als eindrucksvolles Beispiel aus dem Mehrkomponentenbereich die additive Fertigung eines Funktionsbauteils aus teilkristallinem PP und flexiblem TPE als klassische Hart-Weich-Verbindung. Die Produktion von medizinischen und technischen Bauteilen aus Hochtemperatur-Kunststoffen rundet das Spektrum ab.

Integration in Portal ArburgXworld

Arburg geht es aber nicht nur um das Herstellen eines AM-Bauteils, sondern betrachtet die additive Fertigung immer auch als einen in die gesamte Produktionslandschaft von Unternehmen einzubindenden Prozess. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die erfolgreiche und lückenlose Prozessüberwachung und -dokumentation. Dazu zeigt des Unternehmen im Rahmen der Formnext Connect die Integration des Freeformers in das Portal ArburgXworld und die dadurch rückverfolgbare Dokumentation von Prozessdaten. (sf)