Finanzahlen Q3 2020 (Bildquelle: Evonik Industries)

Finanzahlen Q3 2020 (Bildquelle: Evonik Industries)

Das bereinigte Ebitda für das dritte Quartal zeigt gegenüber dem Vorquartal eine Verbesserung und liegt vier Prozent unter dem Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal 2020 hatte das bereinigte Ebitda noch 19 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Der Umsatz beläuft sich für das dritte Quartal auf 2,92 Mrd. EUR, nach 3,23 Mrd. EUR im Vorjahresquartal.

„Die bisherigen Ergebnisse dieses Jahres verdanken wir auch den Veränderungen und strategischen Maßnahmen, die wir in den Vorjahren umgesetzt haben“, sagt Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstands. „Zugleich macht unsere neue Divisionsstruktur die Qualitäten unserer Wachstumsgeschäfte in den Finanzberichten noch besser sichtbar.“

Christian Kullmann, Vostandsvorsitzender Evonik Industries, ist neuer Präsidendt des VCI. (Bildquelle: Evonik Industries)

Christian Kullmann, Vostandsvorsitzender Evonik Industries, Vorsitzender des Vorstands bei Evonik Industries. (Bildquelle: Evonik Industries)

Im dritten Quartal 2020 berichtet Evonik zum ersten Mal in der neuen Divisionen-Struktur. Insbesondere die drei Wachstums-Divisionen Specialty Additives, Nutrition & Care und Smart Materials demonstrieren dabei ihre Stärke: Mit einer stabilem Ebitda und stabilen Preisen über die ersten neun Monate dieses Jahres.

Im Laufe des dritten Quartals hatte sich bereits ein positiver Trend von Monat zu Monat abgezeichnet. Dieser verstärkte sich weiter im September und führte zu den Ergebnissen oberhalb der Erwartungen. Haupttreiber waren die Divisionen Specialty Additives und Smart Materials. Specialty Additives zeigte eine anhaltende Resilienz mit stabilen Preisen und einem dauerhaft hohen Margenniveau von 27,5 Prozent im dritten Quartal. Smart Materials zeigte Stabilität bei Produkten wie H2O2 oder Katalysatoren und profitierte von verbesserter Nachfrage aus der Automobilindustrie.

Erneut angehoben: Ausblick für Free Cashflow

„Die Corona-Krise ist noch lange nicht vorbei, das Umfeld bleibt höchst unsicher. Dennoch liefern wir, was wir versprochen haben“, sagt Finanzvorstand Ute Wolf. „Wir hatten bereits im Mai einen spezifischen Jahresausblick gegeben und ihn im August bestätigt. Aufgrund der kontinuierlichen Verbesserung im dritten Quartal

und der Stärke unserer Wachstums-Divisionen sind wir nun in der Lage, unseren Ebitda-Ausblick für das Gesamtjahr zu konkretisieren und – zum zweiten Mal in diesem Jahr – unseren Free-Cashflow-Ausblick anzuheben.“

So soll sich der Free Cashflow in den ersten neun Monaten trotz des niedrigeren Ergebnisniveaus mindestens auf dem Niveau des Vorjahres von 417 Mio. EUR bewegen. Umgesetzte Kosteneinsparungen sowie niedrigere Bonus- und Steuerzahlungen im Jahresverlauf haben zu dieser Entwicklung beigetragen, so der Konzern. Zusätzlich erwartet er eine positive Entwicklung des Net Working Capital im weiteren Jahresverlauf. Den Free-Cashflow-Ausblick für das Gesamtjahr könne Evonik damit erneut anheben: auf rund 700 Mio. EUR. Die Cash Conversion Rate soll nun oberhalb von 35 Prozent liegen. Bisher hatte der Konzern einen Wert auf Vorjahreshöhe von 33,3 Prozent prognostiziert.

Für das Gesamtjahr hatte Evonik bislang ein bereinigtes Ebitda in der Spannbreite von 1,7 bis 2,1 Mrd. EUR erwartet. Dieser Ausblick wird bestätigt und konkretisiert: Evonik rechnet nun mit einem bereinigten Ebitda zwischen 1,8 und 2,0 Mrd. EUR. Dieser lag im Jahr 2019 bei 2,15 Mrd. EUR. Der Umsatzausblick bleibt unverändert bei 11,5 bis 13,0 Mrd. EUR. Im Jahr zuvor betrug er 3,1 Mrd. EUR. Die finalen Zahlen werden wie geplant am 3. November 2020 veröffentlicht. Auch die Telefonkonferenz für Analysten und Investoren soll wie geplant am 3. November stattfinden. (jhn)