Prof. Dr. Martin Bastian (SKZ), Frank Burkhardt (KraussMaffei), Martin Würtele (KraussMaffei), Georg Schwalme (SKZ), Christian Deubel (SKZ), Anika Fuhrmann (SKZ) (von links) setzen auf digitale Lösungen für die Spritzgießproduktion. (Bildquelle: SKZ)

Prof. Dr. Martin Bastian (SKZ), Frank Burkhardt (KraussMaffei), Martin Würtele (KraussMaffei), Georg Schwalme (SKZ), Christian Deubel (SKZ), Anika Fuhrmann (SKZ) (von links) setzen auf digitale Lösungen für die Spritzgießproduktion. (Bildquelle: SKZ)

Eine intelligente und nachhaltige Produktion sind das Rückgrat eines Unternehmens. Dabei stehen die Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Daten über den gesamten Prozess im Mittelpunkt. Mit den zunehmenden Effizienzanforderungen an den Spritzgießprozess und steigenden Anforderungen an die Qualität, setzen Unternehmen zunehmend gezielt auf die Konnektivität ihrer Anlagen und zugehöriger Peripherie. „Hierbei ist auch die Erfassung inlinefähiger Qualitätsparameter wie beispielsweise die Geometrie, der Werkzeuginnendruck, das Gewicht, das bauteilindividuelle Wärmebild direkt nach dem Entformen Grundvoraussetzung, um bei Bedarf effizient in die Produktion eingreifen zu können. Auf Basis der gewonnenen Maschinen- und Prozessdaten können wir Unternehmen bei der Optimierung ihrer Prozesse unterstützen“, verspricht Georg Schwalme, Bereichsleiter Spritzgießen und Additive Fertigung am SKZ.

Maschine als Zentrale

Das Unternehmen KraussMaffei arbeitet eng mit Kunststoffverarbeitern zusammen, um hier bedarfsgerechte Lösungen zu liefern. Ihre Inhouse entwickelten Systeme schaffen die technischen Voraussetzungen um verfahrens- und herstellerübergreifend Produktionsprozesse digital zu vernetzen. Die seitens des Anlagenbauers bereitgestellte vollelektrische Spritzgießmaschine PX 160-750 (Schließkraft 1.600 kN) verfügt über alle relevanten technischen Neuerungen, um wesentliche Produktionsdaten in der Kunststoffverarbeitung zu sammeln und für eine spezifische Auswertung bereit zu stellen. Die Maschine agiert damit als zentrales Drehkreuz für den Austausch aller prozessrelevanten Daten des gesamtheitlichen Anlagensystems. „Die Spritzgießzelle im SKZ bietet für uns eine wichtige Test- und Demonstrationsumgebung für die Digitalisierung und für die anwendungsnahe Integration von Technologien und Software – unabhängig vom Hersteller“, erklärt Martin Würtele, Leiter Innovation & Basic Development bei KraussMaffei.

Am SKZ entsteht somit im Rahmen des Projektes mit dem Namen „DigInject“ eine Industrie 4.0 Plattform für Unternehmen der Kunststoffverarbeitung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Die Bereitstellung der neuen Spritzgießmaschine kam zum genau richtigen Zeitpunkt und ist ein starkes Symbol für unsere gute und langjährige Zusammenarbeit mit KraussMaffei. Der Bedarf seitens der Unternehmen hinsichtlich einer digitalisierten und automatisierten Produktion ist da und wir können diese Nachfrage bedienen. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Forschung werden wir in der neu entstehenden Modellfabrik in Würzburg unsere Kompetenzen zukünftig dahingehend noch weiter ausbauen“ konstatiert Prof. Dr. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ. (sf)