Nach Angaben des GADV wurden im Jahr 2019 rund 19 Mio. Tonnen Packmittel hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 1,8 Prozent, darin enthalten die Kunststoffverpackungen mit minus 2,4 Prozent. (Bildquelle: rufar-stock.adobe.com)

Nach Angaben des GADV wurden im Jahr 2019 rund 19 Mio. Tonnen Packmittel hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 1,8 Prozent, darin enthalten die Kunststoffverpackungen mit minus 2,4 Prozent. (Bildquelle: rufar-stock.adobe.com)

Bei der Produktion zeigt sich bei den Packmittelfraktionen ein geteiltes Bild: Die Glasverpackungen verzeichnen einen Zuwachs von 1,2 Prozent. Rückläufig war dagegen die Produktion bei den Metallverpackungen aus Aluminium (minus 4,6 Prozent) und Stahl (minus 4,2 Prozent), den Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (minus 2,5 Prozent) sowie aus Kunststoff (minus 2,4 Prozent).

Auch beim Produktionswert zeigt sich ein ähnliches Bild: Einen Zuwachs verzeichnen im Jahr 2019 nur die Glasverpackungen (plus 7 Prozent). Rückläufig war dagegen der Produktionswert bei den Verpackungen aus Aluminium (minus 3,3 Prozent), Kunststoff (minus 2,1 Prozent), Stahl (minus 0,7 Prozent) sowie Papier, Pappe und Karton (minus 0,4 Prozent).

Verpackungen übernehmen Schutzfunktion

„Verpackungen sind ein wichtiger Teil der gesamten Handelskette. Ohne sie wäre eine sichere und zuverlässige Versorgung der Menschen mit Gütern des täglichen Bedarfs nicht denkbar. Durch die Coronapandemie wird vielen Verbrauchern auch wieder bewusster, dass Verpackungen eine wichtige Schutzfunktion innehaben, da sie Lebensmittel und Getränke zuverlässig vor Umwelteinflüssen bewahren“, sagt Johann Overath, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Glasindustrie und GADV-Sprecher.

Packmittel-Produktion Deutschland

Packmittel-Produktion Deutschland (Bildquelle: GADV)

Auf politischer Ebene dreht sich in der Verpackungsindustrie alles um das Thema Kreislaufwirtschaft: Recyclingfähigkeit, Anhebung der Sammelquoten für Verpackungen sowie die Diskussion um verpflichtende Rezyklateinsatzquoten. „Die Verpackungsindustrie arbeitet weiter daran, ihre Produkte auch im Hinblick auf das Ende des Lebenszyklus zu optimieren und so Kreisläufe zu schließen“, erläutert Overath. Ein wichtiges Thema, denn auch immer mehr Endverbraucher legen Wert auf umweltfreundlichen und nachhaltigen Konsum und beziehen die Umweltfreundlichkeit der Verpackung am Point of Sale in ihre Kaufentscheidung mit ein.

Das Sekretariat des GADV führt der Bundesverband Glasindustrie. Der GADV ist die Arbeitsgemeinschaft der Branchenverbände der Hersteller von Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe, Kunststoff, Glas, Stahl und Aluminium.
Mit rund 900 Mitgliedsunternehmen repräsentieren die Trägerverbände mehr als 80 Prozent des Produktionswertes der deutschen Packmittelindustrie. Die Arbeitsgemeinschaft ist das Sprachrohr der deutschen Verpackungsindustrie – insbesondere zu materialübergreifenden, wirtschaftspolitischen und fachlichen Fragen.

Mitglieder des GADV sind:

• Bundesverband Glasindustrie (BV Glas) e.V.
• Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) e.V.
• Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) e.V.
• Verband Metallverpackungen (VMV) e.V.
• Wirtschaftsverbände Papierverarbeitung (WPV) e.V.