Atrium im Innovation Headquarter in Linz, Österreich. (Bildquelle: Borealis)

Atrium im Innovation Headquarter in Linz, Österreich. (Bildquelle: Borealis)

Mit dem Darlehen will das Unternehmen in seinen Innovationszentren in Österreich, Schweden und Finnland die Entwicklung neuartiger, kreislauffähiger Polyolefinprodukte intensivieren. Borealis stellt Polyolefine für unterschiedlichste Anwendungen in den Bereichen Konsumgüter, Verpackungen, Stromübertragungskabel sowie Industrie- und Baumaterialien her.

Umstieg auf eine kreislauforientierte Kunststoffwirtschaft

Das Unternehmen will sein Kerngeschäft auf die Kreislaufwirtschaft umstellen. Dieser Umstieg gehört zu den drei wichtigsten Dimensionen der Konzernstrategie 2035, die Borealis im laufenden Jahr angekündigt hat. Das Unternehmen ist – nach eigenen Angabeng – bei den Bemühungen um die schnellere Umstellung auf eine kreislauforientierte Kunststoffwirtschaft branchenführend.

Mitarbeiter an der großen Compoundinganlage in Linz, Österreich. (Bildquelle: Borealis)

Mitarbeiter an der großen Compoundinganlage in Linz, Österreich. (Bildquelle: Borealis)

Die unternehmenseigenen Technologien Borstar, Borlink und Borceed wurden kürzlich durch Borcycle und The Bornewables ergänzt. Borcycle ist eine kontinuierlich weiterentwickelte Technologie für die Herstellung hochwertiger recycelter Polyolefine (rPO). The Bornewables ist ein Portfolio von kreislauforientierten Polyolefinen aus erneuerbaren Rohstoffen, die vollständig aus Reststoff- und Abfallströmen gewonnen werden. Gemeinsam mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette hat das Chemieunternehmen bereits in den vergangenen Jahren begonnen, wertschöpfende Kreislauf-Lösungen für zahlreiche Branchen zu entwickeln und einzuführen. Die Produkte kommen unter anderem in der Energie- und Automobilbranche sowie bei Verbraucherverpackungen zum Einsatz. Das Unternehmen will außerdem noch mehr recycelte Kunststoffe in seine Produkte integrieren.

„Durch die EIB können wir unsere Forschungs- und Innovationsaktivitäten in Europa vorantreiben“, sagt Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender von Borealis. „Es ist gut, starke Partner an unserer Seite zu haben, die wie wir überzeugt sind, dass es neue Ansätze braucht, um das Leben nachhaltiger zu gestalten.“

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle ergänzt: „Die Förderung von Kreislauf-Lösungen in der Polyolefin-Industrie entspricht unserem Ziel, mit modernsten Innovationen den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Das betrifft auch Kunststoffe. Mit dieser bisher umfangreichsten Finanzierung werden wir unsere Zusammenarbeit mit der Borealis AG weiter intensivieren. Als Klimabank der EU greifen wir Partnern aus dem Privatsektor unter die Arme, die sich für ökologische Nachhaltigkeit einsetzen.“ (jhn)