Die 5-monatige Studie verfolgt den Ansatz der AZL-Markt- und -Technologiestudien, ausgehend von einer Marktanalyse, Anwendungen und Produktionsverfahren technologisch tiefgehend zu analysieren und zu bewerten und in Business Cases hinsichtlich ihrer Produktionskosten zu bewerten. (Bildquelle: AZL)

Die 5-monatige Studie verfolgt den Ansatz der AZL-Markt- und -Technologiestudien, ausgehend von einer Marktanalyse, Anwendungen und Produktionsverfahren technologisch tiefgehend zu analysieren und zu bewerten und in Business Cases hinsichtlich ihrer Produktionskosten zu bewerten. (Bildquelle: AZL)

Bio-Kunststoffe sind in der Industrie, vor allem in Verpackungsanwendungen etabliert. Es wird erwartet, dass der Markt für Biopolymere von 10,5 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 27,9 Mrd. USD im Jahr 2025 wachsen wird. Gleichzeitig sind bio-basierte Rohmaterialien, wie Naturfasern, kosteneffektiv auf dem Markt erhältlich. Auch Composites mit Holz- oder Naturfaseranteilen werden zunehmend in Produkten eingesetzt.

Dr. Michael Emonts ist Geschäftsführer des AZL. (Bildquelle: AZL)

Dr. Michael Emonts ist Geschäftsführer des AZL. (Bildquelle: AZL)

Firmen wie Rehau, ein Automotive Tier 1, Asahi Kasei, Johns Manville, Mahr Metering Systems sowie mehrere Materialhersteller beteiligen sich an der Studie. Dr. Michael Emonts, Geschäftsführer des AZL, sagt: „Zusammen mit unseren Partnerfirmen wollen wir bisher noch unerkanntes Geschäftspotential für Composites mit aus biobasierten Materialien identifizieren. Dazu wenden wir unseren etablierten Ansatz für Markt-/Technologiestudien an und tauchen – ausgehend von einer detaillierten Marktanalyse – tief in die technologische Bewertung von Technologien, Anwendungen und Business Cases.“

Existierende und künftige Anwendungen

Auf Basis einer detaillierten Marktsegmentierung, analysieren die Technologieexperten des AZL die verschiedenen Marktsegmente hinsichtlich ihrer Größe, ihres Wachstumspotentials, relevanter Akteure und existierender und zukünftiger Anwendungen. Die Teilnehmer der Studie erhalten für die identifizierten Anwendungen detaillierte Einsicht in die jeweiligen technischen und gesetzlichen Anforderungen sowie einen Überblick über Wertschöpfungsketten, Prozesse und Materialien. Im Folgenden werden die Stärken und Herausforderungen von Bio-Composites gegenüber konventionellen Materialien erarbeitet. Das Konsortium wählt die Komponenten mit dem höchsten Potenzial aus, für die geeignete Produktionsszenarien erarbeitet und im Rahmen einer Business-Case-Analyse hinsichtlich ihrer Kosten analysiert werden.

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Steven Schmidt, Director Technology Platforms Materials bei Rehau. (Bildquelle: AZL)

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Steven Schmidt, Director Technology Platforms Materials bei Rehau. (Bildquelle: AZL)

„Wir sind bei der AZL-Studie dabei, um dadurch neue Produktbereiche mit Bio-Materialien zu identifizieren und zu bewerten. Die technologischen Analysen der AZL-Studien haben uns bereits in der Vergangenheit geholfen, Neuentwicklungen anzustoßen“, erklärt Dr. Steven Schmidt, Director Technology Platforms Materials bei Rehau, die Motivation zusammen zu arbeiten. Bis 2025 plane das Unternehmen, seine Recyclingquote gruppenweit auf mehr als 15 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig den CO2-Ausstoß um mindestens 30 Prozent zu reduzieren.

Das Kick-Off des Projekts findet am 22. Oktober 2020 im Rahmen einer Video-Konferenz statt. Bio-Composites werden auch Thema im anstehenden Lightweight Tech Talk by AZL am 29. September 2020 sein. Experten aus Industrie und Academia werden in sechs Vorträgen Technologie- und Markteinblicke geben zu Nachhaltigkeit und Recycling von Composites. Die Anmeldung ist kostenfrei möglich. (jhn)