Prof. Christian Hopmann, Dr. Thorsten Thümen und Dr. Malte Röbig bei der Übergabe der neuen Anlagentechnik im Spritzgieß-Technikum des IKV. (Bildquelle: IKV)

Prof. Christian Hopmann, Dr. Thorsten Thümen und Dr. Malte Röbig bei der Übergabe der neuen Anlagentechnik im Spritzgieß-Technikum des IKV. (vlnr, Bildquelle IKV)

Erweitert wird der Prozess um eine vollautomatisierte Qualitätssicherung zur Erfassung verschiedener optischer und gravimetrischer Qualitätskriterien, sowie um die zentrale Ablage von Maschinen- und Peripheriedaten. Im Rahmen der K2019 in Düsseldorf wurden auf der Anlage Prozessdaten für ein KI-Modell erzeugt, bestehend aus einem künstlichen neuronalen Netz und einem anschließenden evolutionären Algorithmus. Diese wurden per OPC-UA ausgelesen, um damit die Modellierung des Spritzgießprozesses und dessen Optimierung autonom durch das System durchzuführen.

Nun sollen Möglichkeiten des Datenrecyclings, oder Transferlernens, untersucht werden. Dies könnte die Zeit der Prozesseinrichtung verkürzen. Hierzu sollen Prozessdaten anderer Bauteile – zunächst produziert auf derselben Spritzgießmaschine – als Substitutionsdaten verwendet werden. Der Fokus der Forschung liegt auf dem Entwickeln operativer Assistenzsysteme für Prozessingenieure, um Optimierungsmodelle mit langjährigem Erfahrungswissen zu kombinieren.

Auf dem Forschungsprogramm des IKV steht weiterhin das Herstellen von Kunststoff-Metall-Hybridbauteilen in der In-Mould-Assembly. Hierbei werden Anwendungen für Hybridbauteile in lichttechnischen E&E-Anwendungen mit amorpher Kunststoffkomponente und Fügeansätze untersucht. Dabei steht das Hinterspritzen von lasermikrostrukturierten Metallblechen im Fokus. (jhn)