Die Fertigungszelle rund um eine Boy 60E stellt Lineale her. (Bildquelle: Dr. Boy)

In der Fertigungszelle rund um eine Boy 60E werden Lineale hergestellt. (Bildquelle: Dr. Boy)

Den Anfang der Präsentation machen eine Boy XXS und Boy XS, die mit unterschiedlich großen Spritzeinheiten die gesamte Leistungsbandbreite der beiden kompakten Spritzgießautomaten demonstrieren. Dabei produziert die Boy XXS mit Schneckenkolben–Plastifiziereinheit von 8 mm Durchmesser ein kleines Zahnrad aus PA 6 mit
0,2 g Teilegewicht.

Demgegenüber wurde die noch etwas kompaktere Boy XS mit der größtmöglichen Spritzeinheit ausgestattet. Angusslos werden formschöne Eierbecher aus einem biologisch abbaubarem Fibrolon mit Holzfaseroptik gefertigt.

Auf kleinem Raum

Eine kompakte Fertigungsanlage, bestehend aus Boy 35 E, dem eigens entwickelten Linearhandling Boy LR 5 und einer Schutzumhausung gemäß Euromap 78, zeigt die automatisierte Fertigung von Delikatessenschalen aus einem PLA, das zu 75 % biologisch abbaubar ist. Die Schalen werden aus dem offenen Werkzeug mit dem Handling entnommen und auf einem Förderband abgelegt. Die gesamte Fertigungseinheit benötigt lediglich eine Aufstellfläche von unter 4,8 m².

Die mit dem Spritzgießautomat 60 E mit integriertem Handlinggerät LR 5 hergestellten Lineale aus NAS 30, werden in der Zelle mit Laser markiert. Über einen Schiebetisch gelangen die gespritzten Lineale in ein lichtgeschütztes Gehäuse, um dort den Nonius mit dem Laser anzubringen. Die gesamte Fertigungsanlage einschließlich Schutzzaun und Förderbändern steht auf nur 9 m² Aufstellfläche.

Aus Ocean-Waste-Plastic werden Designteller gespritzt. (Bildquelle: Dr. Boy)

Aus Ocean-Waste-Plastic werden Designteller gespritzt. (Bildquelle: Dr. Boy)

Das maschinentechnische Highlight, eine Boy 80 E hybrid mit elektromechanisch angetriebener Spritzeinheit (E–Drive), produziert Designteller aus sogenanntem „Ocean–Plastic“ von Tide Ocean. Das Schweizer Unternehmen lässt durch Kooperationspartner gebrauchte Kunststoffteile, vorwiegend leere PET–Flaschen, aus den Weltmeeren, auf Inseln sowie Küstenabschnitten sammeln. Die Kunststofferzeugnisse werden sortiert, gewaschen, geschreddert und dann in die Schweiz transportiert. In einem mehrstufigen Verfahren wird der Wertstoff ohne Additive mit einem mechanischen Prozess für eine Wiederverarbeitung aufbereitet.

Die neue Zwei–Pumpen–Technologie des Unternehmens ermöglicht die Parallelfunktionen von „Werkzeug Schließen“ und „Einspritzen“ des aufgeschmolzenen Kunststoffmateriales in das verriegelnde Werkzeug.

Darf’s ein Kaffee sein?

Kaffee wählen und nach Becherherstellung und Kaffeezubereitung überreicht ihn ein kollaborativen Roboter. (Bildquelle: Dr. Boy)

Kaffee wählen und nach Becherherstellung sowie Kaffeezubereitung von einem kollaborativen Roboter überreicht bekommen. (Bildquelle: Dr. Boy)

Eine weitere Anwendung zeigt das perfekte Zusammenspiel von Spritzgießautomat 125 E, einem Zusatzspritzaggregat 2C S, Linearhandling Boy 5, kollaborierendem 7–Achs–Roboter und weiteren Peripheriegeräten wie Drucker und einer Kaffeemaschine. Gefertigt werden 2K–Trinkbecher, die mit einem individuellen QR-Code bedruckt werden. Befüllt mit dem ausgewählten Heißgetränk, wird der Becher vom kollaborierend arbeitenden Roboter direkt in die Hand des Besuchers serviert.