Rendering des geplanten HDPE-Recyclingwerks in Toluca, Mexiko. (Bildquelle: Alpla)

Model des geplanten HDPE-Recyclingwerks in Toluca, Mexiko. (Bildquelle: Alpla)

In Toluca, der Hauptstadt des zentralamerikanischen Bundesstaates México, hat Alpla ein Grundstück erworben, auf dem ab Herbst 2020 ein State-of-the-Art-Recyclingwerk für HDPE errichtet wird. Die Inbetriebnahme soll im zweiten Halbjahr 2021 erfolgen. Die Investitionssumme liegt bei rund 15 Mio. EUR. 65 Arbeitsplätze schafft das Unternehmen, eine 100-Prozent-Tochter von Alpla. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 15.000 Tonnen HDPE-Regranulat für Anwendungen im Non-Food-Bereich, zum Beispiel Verpackungslösungen für Körperpflege oder Haushaltsreiniger. Zielmärkte sind in erster Linie Mexiko sowie umliegende Länder in Zentralamerika und die USA.

Kreislaufwirtschaft ermöglichen

Mit dieser Investition verwirklicht das Unternehmen auf der einen Seite seine globalen Ziele im Rahmen der New Plastics Economy, eine Initiative der Ellen MacArthur Foundation. Auf der anderen Seite bleibt das familiengeführte Unternehmen seiner regionalen Strategie treu. Georg Lässer, Head of Recycling, erklärt: „Im Recyclingbereich stellt Alpla schon seit vielen Jahren vorausschauendes Handeln unter Beweis. Wir investieren in Regionen, in denen der Bedarf nach Recyclingmaterial noch nicht so hoch ist. Damit geben wir gebrauchten Kunststoffen einen Wert und haben Vorbildwirkung für die Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft.“

Carlos Torres, Regional Manager Mexiko, ergänzt: „So generieren wir auf der Sammelseite Bedarf und fördern den Aufbau der nötigen Infrastruktur. Zudem können wir unseren regionalen Kunden die geforderte Zirkularität von Wertstoffen anbieten.“

Langjährige Erfahrungen in der Region

In Mexiko verfügt Alpla über langjährige Erfahrung im Recycling von Post-Consumer-PET. Bereits 2005 ging mit Industria Mexicana de Reciclaje (IMER) das erste Bottle-to-Bottle-Recyclingwerk in Lateinamerika an den Start. IMER ist ein Joint Venture von Alpla México, Coca-Cola México und Coca-Cola Femsa. Die Partner haben in den vergangenen 15 Jahren die Infrastruktur für das Sammeln und Wiederverwerten von gebrauchten PET-Getränkeflaschen etabliert: Jährlich werden aus Post-Consumer-PET knapp 15.000 Tonnen lebensmitteltaugliches Regranulat hergestellt. Dieses Netzwerk und die langjährige Erfahrung will Alpla nun auch beim Aufbau von HDPE-Recycling in der Region einsetzen. Bereits im November 2019 informierte das Unternehmen über den Kauf von zwei Recyclingwerken in Spanien und setzte damit den ersten Schritt im Bereich HDPE-Recycling. (jhn)