Energiepreise gefährden Existenz Tausender Unternehmen

Bündnis Faire Energiewende ruft zur virtuellen Demonstration im Internet auf

17.09.2020 - Die Energiekosten werden ab nächstem Jahr nicht mehr bezahlbar sein, wenn die Politik nicht handelt: Diesen Alarm schlagen nun die rund 10.000 Unternehmen aus den Bereichen Keramik, Gießereien, Stahl- und Metallverarbeitung, Kautschuk, Kunststoffverarbeitung, Feuerfestmaterialien und Textilindustrie, die sich im Bündnis Faire Energiewende zusammengeschlossen haben. Die Unternehmen – zum großen Teil Mittelständler – beschäftigen zusammen etwa eine Million Mitarbeiter und generieren rund 200 Mrd. EUR Umsatz.
Bildquelle: https://www.faire-energiewende.de/

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Ab sofort ruft das Bündnis Faire Energiewende zu einer virtuellen Demonstration im Internet auf. Unter www.faire-energiewende.de können sich Unterstützer melden, die auch weiterhin mittelständische Industrieunternehmen mit ihren guten Arbeitsplätzen in Deutschland haben wollen. Auf der Plattform berichten Unternehmer, welche Folgen das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) für sie hat.

Zur Anhörung zum BEHG im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages erklärte Dr. Oliver Möllenstädt, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie: „Der geplante nationale Brennstoffemissionshandel bedroht die Existenz vieler mittelständischer Unternehmen, da hier eine neue nationale Abgabe auf zwingend benötigte Brennstoffe eingeführt werden soll, die europäische und internationale Wettbewerber nicht kennen. In der aktuellen Wirtschaftskrise ist es unabweisbar erforderlich, dass der Bundesgesetzgeber eine unmittelbar wirkende Entlastungsregelung für die Unternehmen schafft. Andernfalls würde die Krise weiter verschärft.“

Bündnis fordert Entlastungen bei Emissionshandel

Die im Bündnis Faire Energiewende zusammengeschlossenen Branchen fordern eine Entlastungsregelung beim geplanten nationalen Emissionshandel, damit in der Produktion benötigte Brennstoffe auch in Zukunft in Deutschland bezahlbar bleiben. Außerdem müssten die Energiewende und die Förderung der erneuerbaren Energien aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden, lautet eine weitere Forderung. Dies sei eine längst überfällige Entlastung des stromintensiven Mittelstands im innereuropäischen und internationalen Wettbewerb. Zusätzlich wäre eine solche Entlastung aller Bürger und Unternehmen ein schnell wirkender, erheblicher Konjunkturimpuls, der zudem positive klimapolitische Effekte hätte.

Link zum aktuellen Positionspapier des Bündnisses Faire Energiewende.

Zum „Bündnis faire Energiewende“ zählen:

• Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie BDG, www.bdguss.de

• Bundesverband Keramische Industrie e. V., www.keramverbaende.de

• Bundesverband der Energieabnehmer e. V., www.vea.de

• Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e. V., www.textil-mode.de

• Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V., www.gkv.de

• wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e. V., www.wdk.de

• WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e. V., www.wsm-net.de

• Verband der Deutschen Feuerfest-Industrie e. V., https://vdffi.de/

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