Der Umzug ins neue KraussMaffei-Werk soll Ende 2022 beginnen. (Bildquelle: KraussMaffei)

Der Umzug ins neue KraussMaffei-Werk soll Ende 2022 beginnen. (Bildquelle: KraussMaffei)

Der bisherige Standort, das Hauptwerk und die Firmenzentrale in Allach werden geschlossen. Die KraussMaffei Automation in Schwaig verlässt ihren bisherigen Standort und zieht ebenfalls nach Parsdorf. Künftig wird so alles unter einem Dach beheimatet sein: Die Konzernzentrale, die Bereiche Spritzgieß- und Reaktionstechnik sowie die Fertigung und die Automation. Der Umzug nach Parsdorf ist Teil der neuen Standortstrategie des 182 Jahre alten Münchner Traditionsunternehmens.

Ab 2023 können in Parsdorf auf einer Fläche von 250.000 m² bis zu 2.500 Mitarbeiter in den Bereichen Verwaltung, Produktion, Logistik und im Ausbildungscenter arbeiten. Auf dem Gelände entstehen unter anderem zunächst drei neue Produktionshallen, ein Customer Experience Center, ein Verwaltungsgebäude sowie zwei moderne Parkhäuser mit Elektrotankstellen.

„Wir wollen in Parsdorf, ebenso wie in Laatzen und auch an unseren anderen Standorten weltweit ein modernes, innovatives KraussMaffei formen. Bereits im März haben wir unser neues Werk in JiaXing in China eröffnet, vor einigen Wochen dann das neue Werk unserer Tochterfirma Burgsmüller in Einbeck. Und auch in Laatzen bei Hannover haben wir vor kurzem die Grundsteinlegung gefeiert“, erklärt KraussMaffei-CEO Dr. Michael Ruf die Standortstrategie der Gruppe.

Smart Factory entsteht

Dr. Michael Ruf, CEO von KraussMaffei, Jan van Geet, CEO von VGP, Dr. Angelika Niebler, Mitglied Europäisches Parlament, Leonhard Spitzauer, Bürgermeister Vaterstetten, Roland Weigert Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär waren bei der Grundsteinlegung in Parsdorf anwesend. (Bildquelle: KraussMaffei)

Dr. Michael Ruf, CEO von KraussMaffei, Jan van Geet, CEO von VGP, Dr. Angelika Niebler, Mitglied Europäisches Parlament, Leonhard Spitzauer, Bürgermeister Vaterstetten, Roland Weigert Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär waren bei der Grundsteinlegung in Parsdorf anwesend. (Bildquelle: KraussMaffei)

Am Standort in Parsdorf wird das Konzept Smart Factory des Projektentwicklers VGP verwirklicht. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung innovativer Technologien, neuer Dienstleistungen und digitaler Produkte und Services. Eine moderne Logistik, effiziente Arbeitsprozesse sowie eine konsequente Digitalisierung werden die Produktivität steigern und den neuen Standort auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiver machen. Zudem werden so zukünftige Innovationen in der Fertigung sowie bei Forschung und Entwicklung neuer Produkte leichter ermöglicht.

„Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind zentrale Parameter für die von VGP entwickelten Immobilien. In Parsdorf setzen wir ganz auf das Konzept ‚Smart Factory‘. Das bedeutet zum Beispiel eine moderne Gebäudetechnik, unter anderem mit einer Photovoltaikanlage und einem Blockheizkraftwerk und Heiz- und Kühlsegeln in den Büros, aktive Hallenbe- und entlüftung, Sprinkleranlagen, Brandfrüherkennung sowie intelligente LED-Beleuchtung mit Licht- und Bewegungssensorik“, erklärt Jan van Geet, CEO von VGP das Parsdorf-Konzept.

Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert zum Standort Parsdorf

Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, zeigte sich erfreut über die Standortentscheidung: „Der Maschinenbau mit weltweit agierenden Unternehmen ist eine Stütze der bayerischen Wirtschaft und KraussMaffei als Traditionsunternehmen ein Aushängeschild der Branche. Die Investition von rund einer halben Milliarde Euro in Parsdorf spricht für die Qualität Bayerns als wettbewerbs- und zukunftsfähiger Industriestandort. Das Engagement sendet in Zeiten der Herausforderung durch Strukturwandel und Corona ein wichtiges Signal, hierzubleiben oder zurückzukommen.“ (sf)