Mit einer Kombination aus handlichem Messgerät, der intelligenten Datenanalyse und der mobilen App lassen sich Koffein- und Feuchtigkeitsgehalt von Kaffeebohnen genau bestimmen. (Bildquelle: BASF/Hans-Juergen Doelger)

Mit einer Kombination aus handlichem NIR-Messgerät, der intelligenten Datenanalyse und der mobilen App lassen sich Koffein- und Feuchtigkeitsgehalt von Kaffeebohnen genau bestimmen. (Bildquelle: BASF/Hans-Juergen Doelger)

TrinamiX, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BASF, bietet Kaffeeröstern die Möglichkeit, den Einkauf und Veredelungsprozess von Kaffeebohnen besser zu überwachen und zu steuern. Viele Faktoren beeinflussen das Röstergebnis und damit das Kaffeeerlebnis. Dazu gehören Sorte, Anbaugebiet, Qualitätsklasse, aber auch Lagerung, Transport sowie zahlreiche Verarbeitungs- und Veredlungsschritte. Bei den Inhaltsstoffen der Bohnen ist der Koffeingehalt und Feuchtegrad besonders interessant – sie lassen sich mit der mobilen Nahinfrarot (NIR)-Spektroskopie-Lösung des Unternehmens schnell und einfach bestimmen.

Professionelle Analysen vor Ort

Das Bestimmen des Koffeingehalts und der Restfeuchte unterliegt einem aufwändigen analytischen Prozess. Anders als Großröstereien können Kleinbetriebe, die den jeweiligen Gehalt in ihren Kreationen bestimmen wollen, keine eigenen Laborkapazitäten nutzen.„Mit der NIR-Spektroskopie-Lösung von TrinamiX habe ich deutlich mehr Möglichkeiten, die Qualität des Kaffees sicherzustellen,“ erklärt Dr. Steffen Schwarz, renommierter Kaffeeexperte und Gründer des Kaffee-Schulungs- und Forschungszentrum Coffee Consulate in Mannheim. „So kann etwa die Restfeuchte schnell und einfach gemessen und das Röstprofil entsprechend angepasst werden. Die Informationen über den Koffeingehalt ermöglicht es dem Röster, seine Kaffeekomposition noch feiner auf unterschiedliche Geschmacksprofile abzustimmen. Dieses Wissen gibt Sicherheit und erlaubt gerade kleinen Röstereien, das perfekte Produkt immer wieder aufs Neue zu produzieren“.

Bessere Qualitätskontrolle auch entlang der Lieferkette  

Der Anwendungsbereich der NIR-Spektroskopie ist nicht auf das Rösten beschränkt. Mit entsprechenden Messungen kann die Feuchtigkeit der Bohnen während der gesamten Lieferkette dokumentiert und verfolgt werden – von der Ernte über den Transport bis hin zur Lagerung. So lassen sich kritische Phasen genau beobachten und rechtzeitig gegensteuern. „Ein hoher Wasseranteil bedeutet nicht nur hohes Gewicht bei geringerer Ausbeute, sondern birgt auch Schimmelgefahr,” erklärt Patrick Hellberg, Manager Business Development Spectroscopy Solutions bei TrinamiX.

Perspektivisch sollen weitere Parameter zur NIR-Spektroskopie-Lösung hinzukommen. „Wir arbeiten derzeit daran, die Bestimmung des Säuregehalts zu ermöglichen und Röstern dabei zu helfen, bekömmlicheren Kaffee anzubieten,“ so Patrick Hellberg. „Zusammen mit Herrn Dr. Schwarz als Experten bauen wir unsere Verfahren noch weiter aus.“ (sf)