VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Bestellungen um real 19 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Damit fiel das Orderresultat besser aus als in den Vormonaten, die noch deutlich stärkere Rückgänge aufwiesen (April: minus 31 Prozent zum Vorjahr, Mai: minus 28 Prozent, Juni: minus 31 Prozent). „Dabei lag die Messlatte hoch, denn der Juli 2019 zählte zu den stärksten Ordermonaten des Vorjahres. Es gibt Grund zur Hoffnung, dass wir bei den Aufträgen den Tiefpunkt überwunden haben, auch wenn wir im Vorjahresvergleich noch einige Zeit Minusraten sehen werden“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Für einen Lichtblick sorgte das Inland, hier blieben die Bestellungen um 15 Prozent unter dem Vorjahreswert, die für Kunststoff- und Gummimaschinen um 9 Prozent. Aus dem Ausland wurden im allgemeinen Maschinenbau 21 Prozent weniger und bei den Kunststoff- und Gummimaschinen um 10 Prozent weniger Aufträge verbucht. Aus den Euro-Ländern kamen 22 Prozent und für die Kunststoff- und Gummimaschinenbauer 23 Prozent weniger Orders, aus den Nicht-Euro-Ländern waren es minus 21 Prozent für den Maschinenbau und minus 7 Prozent für den der Kunststoff- und Gummimaschinen.

Kunststoff- und Gummimaschinenbauer weniger stark betroffen

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Mai bis Juli 2020 sank der Auftragseingang im allgemeinen Maschinenbau um real 26 Prozent, bei den Kunststoff- und Gummimaschinen um 17 Prozent zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 17 Prozent (16 Prozent Gummi und Kunststoff) weniger Bestellungen, die Auslandsaufträge blieben um 30 Prozent (17 Prozent Gummi und Kunststoff) unter ihrem Vorjahresniveau. Dabei schrumpften die Orders aus den Euro-Ländern um 21 Prozent im allgemeinen und um 16 Prozent im Gummi- und Kunststoffmaschinenbau. Aus den Nicht-Euro-Länder wurden 34 Prozent (18 Prozent Gummi- und Kunststoffmaschinen) weniger Bestellungen verbucht. (sf)