Bei den Dienstleistern befanden sich im August noch 33 Prozent der Firmen in Kurzarbeit, nach 39 Prozent im Juli. Im Handel fiel der Anteil von 31 Prozent im Juli auf 26 Prozent im August. Vergleichsweise wenig betroffen war das Bauhauptgewerbe, wo nur 7 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit fuhren, nach 11 Prozent im Juli.

Rückgang bei den Herstellern von Kunststoff- und Gummiwaren

Sebastian Link ist Arbeitsmarktexperte beim Ifo-Institut in München. (Bildquelle: www.ifo.de)

Sebastian Link ist Arbeitsmarktexperte beim Ifo-Institut in München. (Bildquelle: www.ifo.de)

In den aggregierten Zahlen der großen Wirtschaftszweige verbergen sich drastische Unterschiede. Das zeigt sich besonders deutlich an den Dienstleistern. Obwohl der Durchschnittswert nur 33 Prozent betrug, waren im August 88 Prozent der Reisebüros und -veranstalter in Kurzarbeit, 74 Prozent Arbeitskräftevermittler, 71 Prozent der Hotels, 69 Prozent der kreativen und künstlerisch tätigen Betriebe, 52 Prozent der Gastronomieunternehmen und 40 Prozent der Verlage. Besonders wenig Kurzarbeit gab es im August im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 4,2 Prozent sowie bei Informationsdienstleistern mit 2,8 Prozent.

Ähnlich gemischt sieht es in der Industrie aus: Der Durchschnittswert beträgt dort 53 Prozent. Dennoch waren im August noch 80 Prozent der Metallerzeuger und -bearbeiter in Kurzarbeit. Einen relativ deutlichen Rückgang konnten der Ifo-Umfrage zufolge die Hersteller von Kunststoff- und Gummiwaren verzeichnen. Im August meldeten von den 140 in dieser Kategorie befragten Unternehmen 48 Prozent, dass sie kurz arbeiten. Im Juli waren dies noch 56 Prozent.

Bei den Herstellern von Bekleidung waren es im August 67 Prozent und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ebenfalls 67 Prozent. In der Autobranche arbeiteten 65 Prozent der Unternehmen kurz, in der Chemie hingegen nur 34 Prozent, bei den Herstellern von Nahrungsmitteln 14 Prozent und bei der Pharmazie 4 Prozent.