Geschäftsführung der Wirthwein Medical mit Sitz in Mühltal bei Darmstadt. Von rechts: Marcus Wirthwein, Frank Wirthwein und Dr. Thomas Jakob. (Bildquelle: Wirthwein)

Geschäftsführung der Wirthwein Medical mit Sitz in Mühltal bei Darmstadt. Von rechts: Marcus Wirthwein, Frank Wirthwein und Dr. Thomas Jakob. (Bildquelle: Wirthwein)

„Mit der Umfirmierung wollen wir bei unseren Geschäftspartnern einheitlich mit dem Markennamen Wirthwein auftreten und den zukünftigen Ausbau als global agierende Unternehmensgruppe forcieren“, erläutert Dr. Thomas Jakob. Aber auch die Fertigung wurde kräftig ausgebaut: Zusätzliche Mitarbeiter, neue vollelektrische Spritzgießmaschinen, Investitionen in Werkzeugbau- und Werkzeuginstandhaltung, vollautomatisierte Montage- und Verpackungsanlagen, zusätzliche Reinraumkapazitäten, die Digitalisierung von Prozessen, aber auch eine neue Ausbildungswerkstatt sollen den nachhaltigem Wachstumskurs des Unternehmens unterstpützen. „Das ist nur möglich, weil zusätzliche Aufträge, neue Kunden und ein erweitertes Produktportfolio durch das gesamte Team der Wirthwein Medical gewonnen werden konnten“, erläutert der neue Geschäftsführer. Das Unternehmen hat aktuell rund 350 Beschäftigte.

Coronakrise beflügelt Diagnostikbranche

„Die aktuelle Pandemie bedeutet für die Diagnostikbranche einen Aufschwung, was sich natürlich in erhöhten Bedarfen unserer Kunden hinsichtlich Serienprodukten und in Neuprojekten widerspiegelt“, erklärt Jakob. So produziert das Medizintechnikunternehmen aktuell unter anderem auf Hochtouren Kunststoffkomponenten, die weltweit für Coronatests benötigt werden. „In Rekordzeit wurden Spritzgießwerkzeuge mit Sonderschichten gebaut, neue Spritzgießmaschinen beschafft und zusätzliches Personal in die komplexen Fertigungsprozesse eingearbeitet“, lobt der Geschäftsführer sein Team, das von Anfang an bei allen zusätzlichen Hygieneauflagen und parallel nicht nur bei beruflichen, sondern auch privaten Herausforderungen mitgezogen hat. „Wenn wir hoffentlich alle gesund bleiben und wir weiter konzentriert und konsequent im Team so weiter arbeiten wie bisher, und es keinen Lock-Down gibt, dann werden wir die Krise gut überstehen“, gibt sich der  promovierte Chemiker vorsichtig optimistisch.