Im zweiten Quartal 2020 verzeichnete Lanxess wie erwartet deutliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf seine Geschäftsergebnisse. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 20,3 Prozent auf 224 Mio. EUR. Damit lag das Ergebnis in der Mitte der im Mai prognostizierten Bandbreite zwischen 200 Mio. und 250 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen blieb mit 15,6 Prozent nahezu stabil, nach 16,3 Prozent im Vorjahresquartal.

Kunststoffsegment unter Druck

Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstands bei Lanxess. (Bildquelle: Lanxess)

Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstands bei Lanxess. (Bildquelle: Lanxess)

Das Geschäft mit verbrauchernahen Schutzprodukten im Segment Consumer Protection entwickelte sich sehr erfreulich, doch die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie drückte auf das Ergebnis in den anderen drei Segmenten, insbesondere bei Engineering Materials (Hochleistungskunststoffe und Polyurethan). „Wie erwartet haben wir nach dem massiven Einbruch der Weltwirtschaft im zweiten Quartal die Corona-Krise deutlich stärker gespürt als noch in den ersten drei Monaten des Jahres. Unsere stabile Aufstellung, unsere starke Liquidität und unsere hohe Kostendisziplin bringen Lanxess aber weiterhin gut durch diese herausfordernde Zeit“, sagte der Vorstandsvorsitzende sagte Matthias Zachert. „Im Übrigen sehen wir in Asien bereits erste Zeichen einer Aufhellung. Daher bleibe ich zuversichtlich, auch wenn derzeit keine schnelle gesamtwirtschaftliche Erholung abzusehen ist“, so Zachert.

Ausgewählte Geschäftszahlen von Lanxess

Ausgewählte Geschäftszahlen von Lanxess

Im zweiten Quartal 2020 lag der Konzernumsatz mit 1,436 Mrd. EUR um 16,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. Das Konzernergebnis aus dem fortzuführenden Geschäft stieg deutlich von 96 Mio. EUR auf 803 Mio. EUR. Gleichzeitig sanken die Nettofinanzverbindlichkeiten von 1,74 Mrd. EUR auf 929 Mio. EUR. Grund dafür war der Erlös aus dem Verkauf der Anteile am Chemiepark-Betreiber Currenta, den Lanxess Ende April abgeschlossen hat. Mit diesem Mittelzufluss hat der Konzern seine solide Bilanz weiter gestärkt: Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Jahresende 2019 von 30 Prozent auf 37 Prozent.