Die Gelsenkirchener Gruppe ist unter anderem Spezialist für anspruchsvolle Schlauchsysteme. (Bildquelle: Masterflex)

Die Gelsenkirchener Gruppe ist unter anderem Spezialist für anspruchsvolle Schlauchsysteme. (Bildquelle: Masterflex)

Dr. Andreas Bastin, Vorstandsvorsitzender der Masterflex Group: „Nach unserer Einschätzung haben wir im 2. Quartal den Tiefpunkt der Umsatzentwicklung gesehen, auch wenn wir ein weiter herausforderndes 3. Quartal erwarten. Dank unseres bereits 2019 begonnenen Optimierungsprogramms und zusätzlicher Kostensenkungs-maßnahmen in 2020 konnten wir im so schwierigen 2. Quartal weiterhin profitabel arbeiten und damit auch im gesamten 1. Halbjahr eine befriedigende Rentabilität zeigen.“ Masterflex hat ein Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro) erzielt. Das operative EBIT lag im 1. Halbjahr bei 2,5 Mio. EUR nach 3,6 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. Ergebnisstabilisierend wirkte sich beispielsweise der gebündelte Materialeinkauf aus, in dessen Folge die Materialeinsatzquote von 33,2 % auf 30,8 % gesenkt werden konnte.

Personalabbau und Kurzarbeit

Auch im Personalbereich wurden beginnend mit dem Optimierungsprogramm B2DD verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die dann in 2020 im Zuge der Pandemie nochmals deutlich intensiviert wurden. Der durchgeführte Personalabbau sowie Effekte aus der teilweise umgesetzten Kurzarbeit führten zu einem Absinken des Personalaufwands um 5,5 % von 16,3 Mio.  auf 15,4 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern lag nach sechs Monaten bei 1,3 Mio. Euro nach 2,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis je Aktie errechnet sich mit 0,13 Euro (Vorjahr: 0,22 Euro). Gleichzeitig ist es gelungen, im 1. Halbjahr die Nettoverschuldung weiter abzusenken und die Liquidität zu erhöhen.

„Die in weiten Teilen erreichte Stabilisierung unseres Ergebnisses bei diesem schwierigen Umsatzverlauf ist schon jetzt ein Indiz, was bei wieder anziehenden Umsätzen möglich sein sollte“, sagt Mark Becks, CFO der Masterflex Group. „Für das Jahr 2020 bleiben wir in unserer Prognose sehr vorsichtig, gleichzeitig halten wir aber an unserem Ziel fest, bis 2022 wieder eine zweistellige EBIT-Marge zu erreichen. Unser stabiles Wachstum über die vergangenen zehn Jahre zeigt, dass unsere Markttreiber intakt sind, wir von der zunehmenden Ausrichtung auf Medizin- und Labortechnik, Lifesciences und Food-Industrie profitieren und wir entsprechend schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren können.“ Für 2020 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzminus um 10 bis 15 Prozent sowie mit einem EBIT-Rückgang auf 1,0 bis 2,5 Mio. EUR. Für 2022 ist eine zweistellige EBIT-Marge das Ziel, und 2023/2024 soll die Umsatzmarke von 100 Mio. Euro überschritten werden.