Das neue Converting Center ist am deutschen Standort Duderstadt in Betrieb gegangen. (Bildquelle: Foampartner)

Das neue Converting Center ist am deutschen Standort Duderstadt in Betrieb gegangen. (Bildquelle: Foampartner)

Das neue Foampartner Converting Center ergänze die Kapazitäten der Gruppe zu einer ganzheitlichen vertikalen Wertschöpfungskette von der Schaumstoffproduktion bis hin zu maßgefertigten Präzisionsbauteilen, wurde weiter mitgeteilt. Das 8.500 Quadratmeter große Zentrum entspricht einer Investition von 10 Mio. EUR und hat 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Zertifizierung nach ISO 9001 wird noch vor Jahresende erwartet.

„Unser Projektteam hat seit dem Kick-off im September 2018 mit großem Einsatz daran gearbeitet, das Zentrum in kürzester Bauzeit fertigzustellen und die Produktion – trotz Corona – schon im April 2020 aufzunehmen“, sagt Tobias Gruener, Executive Vice President Business Region Europe. „Das Zentrum wurde gezielt als ‚Smart Factory‘ nach Industrie 4.0 Prinzipien konzipiert, mit weitgehend digitalisierten und automatisierten Arbeitsabläufen.“

Flexible Fertigung mit mehr als 50 unterschiedlichen Maschinen

Das 8.500 Quadratmeter große neue Schaumverarbeitungszentrum wurde als Smart factory konzipiert. (Bildquelle: Foampartner)

Das 8.500 Quadratmeter große neue Schaumverarbeitungszentrum wurde als Smart factory konzipiert. (Bildquelle: Foampartner)

Zu den Highlights im neuen Foampartner Converting Center zählt eine Thermopresse zum Komprimieren von Schaumplatten in kontrollierten Millimeterabstufungen, was insbesondere für Filtrationsschäume wichtig ist. Die modulare Auslegung des Zentrums mit über 50, zum Teil speziell auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnittenen Maschinen ermöglicht eine effiziente, flexible Verknüpfung unterschiedlichster Verarbeitungs- und Fertigungs-technologien. Das Spektrum der Kapazitäten umfasst das horizontale und vertikale Schneiden von Schaumplatten, diverse Stanz- und Prägeverfahren, horizontales und Mehrspindelbohren, Fräsen, Thermopressen, Schweißen, Kleben, Laminieren und Imprägnieren. Für maßgefertigte Spezialprodukte in begrenzten Stückzahlen steht außerdem ein Kleinmengenzentrum bereit.

Als ERP-Software sichert SAP S/4 Hana die effiziente Planung, transparente Koordination und Nachverfolgung sämtlicher Abläufe von der Beschaffung über die Fertigung bis zum Versand. Ein Echtzeit-Logistik-System (RTLS) mit Scannern und Industrie-PCs an allen Fertigungsstationen sorgt für papierlosen Warenfluss. Den teilautonomen Materialtransport erledigen Automated Guided Vehicles (AGV) sowie Flurförderzeuge im Lager über ein betriebsweites WLAN. Fertigprodukte werden von vollautonomen Robotern abtransportiert, die darüber hinaus auch zu Wartungs- und Reinigungszwecken eingesetzt werden können.

„Das neue Converting Center setzt neue Maßstäbe in der Fertigung technischer Schaumstofflösungen. Die rationellere Materialwirtschaft, industrielle Skalierung und konsequente Digitalisierung des Betriebs erhöht unsere Kapazitäten für Präzisionsprodukte in größeren Stückzahlen, ohne unsere Flexibilität für kleinere Aufträge einzuschränken“, unterstreicht Dr. Michael Riedel, CEO von Foampartner. „Und durch die Zusammenfassung unserer Kompetenzen – F&E, Schaumproduktion, Verarbeitung, Anwendungsentwicklung, Prototyping, etc. – bieten wir unseren Kunden jetzt die gesamte Wertschöpfungskette am selben Standort, für kürzeste Durchlaufzeiten und schnellstmögliche Markteinführung bei höchster Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.“ Das  Zentrum komme außerdem einer energie- und materialeffizienten, ressourcenschonenden Auftragsplanung entgegen. Darüber hinaus erfülle das Arbeitsumfeld modernste ergonomische Kriterien, um ein Höchstmaß an Arbeits- und Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Das Converting Center in Duderstadt bezieht die meisten technischen Schaumstoffe aus einer der drei eigenen Schäumereien in Europa, unter anderem auch aus der benachbarten Produktion von Foampartner Germany, was Transportwege spart und die CO2-Bilanz weiter verbessert.