Die neue Mobilität bietet Chancen für neue Produkte und neue Werkstoffe. Kunststoffe haben hier viel POtenzial. Bildquelle: Marcus Kretschmer – Adobe.Stock.com

Die Elektromobilität bietet Chancen für neue Produkte und neue Werkstoffe. Kunststoffe haben hier viel Potenzial. (Bildquelle: Marcus Kretschmer – Adobe.Stock.com)

„Moderne Mobilität ist eines der dynamischsten Wachstumsfelder weltweit. Lanxess hat hier viel zu bieten – von unseren Hightech-Kunststoffen für Elektrofahrzeuge bis zu Spezialchemikalien für Batterien. Dieses Angebot möchten wir deutlich ausbauen, gezielter koordinieren und noch schlagkräftiger am Markt positionieren“, erläutert Anno Borkowsky, Vorstandsmitglied bei Lanxess. 

 

Kunststoffe haben viel Potenzial in der Elektromobilität

Die Hochleistungskunststoffe des Konzerns kommen bei Elektro-Fahrzeugen etwa für leichte Karrosserien oder Batteriegehäuse zum Einsatz. Großes Potenzial haben die Werkstoffe außerdem in der Infrastruktur der Elektromobilität, z. B. Ladesäulen, oder beim autonomen Fahren in Sensoren, Displays und Steuergeräten.

 

Darüber hinaus ist der Konzern Hersteller zahlreicher Spezialchemikalien, ohne die moderne Batteriesysteme nicht auskommen, etwa Phosphorchemikalien, Flusssäure oder Flammschutzmittel. An der kommerziellen Gewinnung von Lithium, zentraler Baustein von Lithium-Ionen-Batterien, arbeitet der Konzern ebenfalls. An seinem US-Standort El Dorado hat das Unternehmen zusammen mit seinem Partner Standard Lithium kürzlich eine Pilotanlage in Betrieb genommen. In der Anlage wollen die Unternehmen batteriefähiges Lithium aus Sole extrahieren, die bei der Bromförderung von Lanxess ensteht.

Rhein Chemie: Fokus auf Kautschuk-Additive

Neuer Leiter des Geschäftsbereichs Rhein Chemie und damit Nachfolger von Philipp Junge wird Jens-Hendrik Fischer (41). Fischer verantwortet im Lanxess-Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates derzeit das Geschäft mit Alterungsschutzmitteln und Prozessbeschleunigern für die Kautschukindustrie. Geplant ist, dass diese Produkte künftig unter dem Dach der Rhein Chemie geführt werden, die bereits heute zahlreiche Spezial-Kautschukadditive im Angebot hat. „Die Rhein Chemie würde damit bei Lanxess zum zentralen Geschäftsbereich für Produkte für die kautschukverarbeitende Industrie“, so Borkowsky. (ega)