Die Zahl der Kurzarbeiter ging im Juni um 600.000 Menschen zurück. (Bildquelle: Ifo Institut)

Die Zahl der Kurzarbeiter ging im Juni um 600.000 Menschen zurück. (Bildquelle: Ifo Institut)

Nach der Ifo-Schätzung erhöhte sich die Zahl der Kurzarbeiter in der Industrie von 2,2 auf 2,3 Mio. Menschen, also von 31 auf 33 Prozent der Beschäftigten. Zum Beispiel waren in der Metallindustrie im Juni 542.000 Menschen auf Kurzarbeit, nach 456.000 im Mai. Der Anteil stieg von 40 auf 48 Prozent der Beschäftigten. In der Autobranche stieg die Zahl leicht von 513.000 auf 516.000 und blieb bei 46 Prozent. Im Maschinenbau nahm die Zahl zu von 316.000 auf 354.000, der Anteil wuchs von 29 auf 33 Prozent. In der Elektrobranche sind nun 260.000 Personen in Kurzarbeit statt 227.000, ein Anteil im Juni von 33 Prozent nach 29 Prozent im Mai.

Bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen gab es einen Anstieg von 660.000 auf 672.000, also von 28 auf 29 Prozent.

Im Gastgewerbe sank dagegen die Zahl der Kurzarbeiter von 796.000 auf 672.000, was noch 61 Prozent sind nach 72 Prozent, in Verkehr und Lagerei von 423.000 auf 308.000, also von 23 auf 17 Prozent.

Stärkster Rückgang im Handel

Auch im Handel ist  die Zahl der Kurzarbeiter kräftig zurückgegangen, von 1,3 Mio. auf 963.000. Im Einzelhandel sank die Zahl von 683.000 auf 417.000 Mitarbeiter, was einen Rückgang von 28 auf 17 Prozent bedeutet. Im Großhandel schrumpfte die Zahl von 362.000 auf 331.000 Menschen, also von 26 auf 24 Prozent. Im Autohandel waren im Juni 215.000 Menschen in Kurzarbeit, nach 289.000 im Mai, was einen Rückgang von 44 auf 32 Prozent bedeutet.

Die Schätzungen wurden für das Projekt „Monatlicher Nowcast der realisierten Kurzarbeit auf Basis von Unternehmensbefragungen“ erstellt, das vom Bundesministerium der Finanzen gefördert wird. (sf)