Fakuma 2020 – Der Veranstalter P.E. schall entwicklet geeinsam mit Behörden und Messe ein Konzept, um die Fakuma 2020 unter Einhaltung der notwendigen Corona-Hygiene-Vorschriften durchführen zu könne. (Bildquelle: P.E. Schall)

Fakuma 2020 – Der Veranstalter P.E. Schall entwickelt gemeinsam mit Behörden und Messe ein Konzept, um die Fakuma 2020 unter Einhaltung der notwendigen Corona-Hygiene-Vorschriften durchführen zu können. (Bildquelle: P.E. Schall)

Die Fakuma 2020 gilt für Fachbesucher aus der kunststoffverarbeitenden Industrie  als erster Anlaufpunkt, wenn es um Spritzgießen, Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Printing geht. Die Messe präsentiert Neuheiten rund um Material, Maschinen, Peripherie, Prozesse, Simulation, Verfahren, Technologien und Tools rund um die Kunststoffbe- und -verarbeitung.

Bekanntlich ist in diesem Jahr der Corona-Pandemie alles anders als gewohnt – viele Fachveranstaltungen mussten abgesagt werden. Doch die Fakuma stehe in der Startposition wie  der Veranstalter P. E. Schall erklärt. Mit der Absichtserklärung der Landesregierung Baden-Württemberg vom 23. Juni 2020, dass ab dem 1. September 2020 wieder Messen mit mehr als 1000 beteiligten Personen stattfinden dürfen, wechselt der Messeveranstalter mit seinem Projektteam für die Organisation der Fakuma 2020 vom erzwungenen Wartemodus in den offensiven Durchführungsmodus, heißt es in der Mitteilung vom 29. Juni. In enger Abstimmung mit den zuständigen Ämtern, dem Standortbetreiber Messe Friedrichshafen und dem Messeunternehmen Schall entstehe derzeit ein Durchführungskonzept, das in wenigen Tagen zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Erklärtes Ziel von Schall ist es, bis spätestens Ende Juli 2020 den Ausstellern und Kooperationspartnern das GO! für die Fakuma 2020 geben zu können.

Endgültige Zusage zur Fakuma wird für Ende Juli erwartet

Aussteller, Kooperationspartner und Fachbesucher warten längst auf konkrete Informationen und Zusagen, doch behördliche Vorgaben haben ein Abwarten erzwungen. Als Maßstab für die weiteren Planungen der Messebetreiber und Messeveranstalter haben das Wirtschafts- und das Sozialministerium Baden-Württemberg zur Durchführung von Messen Hygienevorgaben erarbeitet. „Unsere Messestandorte ermöglichen bereits ein hohes Maß an Kontrollierbarkeit. Sie sind schon jetzt gut vorbereitet. Zum Beispiel durch Zutritts-Kontrollen mit namentlicher Registrierung, Begrenzung der Teilnehmeranzahl, Steuerung der Besucherströme im Verhältnis zur Raum-/Hallengröße oder auch Lüftungskonzepte für Innenräume“, erklärte die Baden-Württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Die Besucherzahlen bei großen Messen würden differenziert betrachtet, da sich nicht alle Besucher gleichzeitig auf der Messe aufhalten; vielmehr verteilen sich die Besucherströme sowohl über einen Messetag als auch über alle Messetage hinweg, was eine kontrollierte Steuerung zulässt.

Fakuma 2020: Themen der Gegenwart und Zukunft

Digitalisierung, Vernetzung, weiterführende Prozessintegration und Systemlösungen bei Anlagen und Peripherie sind nunmehr auch bei den Kunststoffverarbeitungsmaschinen angekommen. Weitere Themen der Fakuma sind selbstverständlich auch Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Nur durch höhere Recyclingquoten und eine Effizienzverbesserung der Abfallwirtschaft lässt sich die Plastikmüllproblematik global meistern. Auch für das Thema Biokunststoffe wird die Fakuma 2020 eine unverzichtbare Plattform sein.  (ega)