Hinter einer Fassade aus PVC und Glas demonstrieren im Solinger Museum Plagiarius mehr als 250 Exponate aus unterschiedlichen Branchen dreisten Markenklau. Beheimatet ist das Ausstellungshaus in der historischen Güterabfertigung des ehemaligen Hauptbahnhofs. Für die Fassade des neu errichteten Eingangsbereichs verwendete Architekt Reinhard Angelis vorwiegend Kunststoff. Dabei leitete er die Giebelseite aus dem Bild eines Fachwerks beziehungsweise einer unregelmäßig geschichteten Bruchsteinmauer ab und setzte die Glasfassade aus vielen unterschiedlichen Fensterformaten zusammen. Den silbrig schimmernden Effekt erhielten die PVC-Profile durch eine witterungsbeständige Folien-Beschichtung. Das Dach des Eingangsgebäudes besteht aus kissenartig wirkenden PVC-Bahnen. Farblich auf die Fassade abgestimmt umschließen sie das Fenster-Mosaik an der Stirnseite des Museums.