Für die Formnext 2020 wurde ein Hygienekonzept ausgearbeitet. (Bildquelle: Mesago)

Für die Formnext 2020 wurde ein Hygienekonzept ausgearbeitet. (Bildquelle: Mesago)

„Die additive Fertigung hat in den vergangenen Monaten beim Kampf gegen die Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag geleistet und ist nach wie vor ein treibender Faktor für Innovation, ressourceneffiziente Produktion und die technologische Bewältigung künftiger Herausforderungen.“, so Sascha F. Wenzler, Vice President Formnext, Mesago Messe Frankfurt. „Umso wichtiger ist es, dass wir mit der Formnext 2020 auch in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten diese Entwicklung weiter unterstützen und voranbringen.“

Vielseitiges Maßnahmenpaket zum Gesundheitsschutz

Mit dem umfangreichen Konzept zum Gesundheitsschutz, das zusammen mit der Messe Frankfurt erarbeitet wurde, gehen die Messeveranstalter über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und zielen auf den höchsten Schutz für Aussteller, Besucher und Mitarbeiter. Das Konzept basiert auf einem Maßnahmenpaket, bei dem Hygiene (wie höhere Reinigungsintervalle), striktere Abstandsregeln (wie professionelles Crowdmanagement) und eine höhere Frischluftzufuhr (wie mehrmaliger Austausch der Hallenluft pro Stunde) wichtige Faktoren sind.

Für Besucher ist eine Vollregistrierung sowie Tickets, die nur an bestimmten Tagen gültig sind, geplant. Durch das vollständig elektronische Registrieren und Bezahlen werden unnötige Kontakte reduziert. Eine Selbsterklärung, beispielsweise über den aktuellen Gesundheitszustand, ist zudem verpflichtend.

Das überarbeitete Messekonzept der Formnext 2020 wird auch durch den Messebeirat ausdrücklich unterstützt: „Das komplette Szenario im November ist natürlich noch nicht absehbar, aber unser Commitment steht. Für uns ist es wichtig, dass die Messe stattfindet und wir beteiligen uns gerne an der Weiterentwicklung des Konzepts.“, so Dr. Christoph Schumacher, Arburg.

Dr. Markus Heering vom VDMA Arbeitsgemeinschaft AM, dem ideellen Träger der Formnext, bringt es auf den Punkt: „Das Runterfahren der Wirtschaft ging erstaunlich schnell. Umso herausfordernder ist es nun, wieder auf einen neuen Betriebszustand zu kommen. Die Formnext ist dafür einer der ersten wichtigen Schritte.“

Gänge und Standbau neu konzipiert

Die Formnext 2020 wird mit neuem Konzept durchgeführt. So werden in diesem Jahr bespielsweise deutlich breitere Gänge dafür sorgen, dass es zu keinem Gedränge kommt. (Bildquelle: Mesago/Mathias Kutt)

Die Formnext 2020 wird mit neuem Konzept durchgeführt. So werden in diesem Jahr bespielsweise deutlich breitere Gänge dafür sorgen, dass es zu keinem Gedränge kommt. (Bildquelle: Mesago/Mathias Kutt)

Auch bei der Planung der Messehallen und Stände geht die Formnext buchstäblich neue Wege: So werden die Gänge zwischen den Ständen deutlich verbreitert (von 3 auf 6 Metern) und zusätzlich durch einen 1 Meter breiten Kommunikationsstreifen an jeder Seite flankiert. Per Videotechnik und geschultem Personal in der Halle wird zudem überwacht, ob die Corona- und Abstandsregeln eingehalten werden. Insgesamt liegt dem Abstandskonzept die Berechnung zugrunde, bei der eine ausreichend große Ausstellungsfläche pro Besucher gewährleistet wird. Entsprechend werden auch die Standbaurichtlinien angepasst und Empfehlungen beispielsweise für die Bewirtung gegeben. Darüber hinaus bietet die Formnext Ausstellern schlüsselfertige Messestandpakete, die sämtliche Anforderungen bezüglich der Abstandsregeln und des Gesundheitsschutzes bereits berücksichtigen.

„Mit unserem Maßnahmenkonzept gehen wir über die gesetzlichen Sicherheitsvorgaben deutlich hinaus und ermöglichen gleichzeitig, dass sich Menschen auf einer Messe wieder begegnen, um sich auszutauschen, Innovationen voranzutreiben und Geschäfte zu machen“, so Wenzler. „Auch wenn wir digitale Arbeits- und Kommunikationsmodelle nutzen, ist doch die Begegnung von Mensch-zu-Mensch nicht zu ersetzen und ermöglicht die vielen bekannten Vorteile einer echten Messe. So werden neben den Messeständen auch Sonderschauen, Vorträge und weitere Events real erlebbar sein.“

Rainer Lotz, Vorsitzender des Ausstellerbeirats, Renishaw, unterstreicht: „In einer ungewissen Zeit muss man Projekte pragmatisch angehen. Das Konzept der Formnext 2020 ist tragfähig und alle Mitglieder des Ausstellerbeirats unterstützen die Messe. Corona zwingt uns alle zu einem hohen Maß an Flexibilität und erfordert die Bereitschaft Dinge anzugehen und auf den Weg zu bringen.“

Digitale Ergänzung

Dennoch wird sich die Formnext 2020 auch digital stark weiterentwickeln, um unter anderem Teilnehmern, die noch nicht reisen können, die Möglichkeit einer Beteiligung zu bieten. Dazu zählen digitale Produktpräsentationen und die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern. Das ermöglicht einen schnellen und umfangreichen Austausch in der digitalen Umgebung. Das virtuelle Matchmaking bietet zudem vielseitige Möglichkeiten einer Suchfunktion und der Kommunikation, um auf Basis ähnlicher Interessen Kontakte zu knüpfen und den Austausch zu fördern. Ebenso enthalten sind die Live- und On-Demand-Übertragung zahlreicher Programmpunkte aus dem Rahmenprogramm. (sf)