Tobias Fröbel (links), Geschäftsführer Fröbel Kunststofftechnik, und Andreas Schramm, Geschäftsführer Wittmann Battenfeld Deutschland vor der SmartPower 90/350. (Foto: Wittmann Battenfeld)

Tobias Fröbel (links), Geschäftsführer Fröbel Kunststofftechnik, und Andreas Schramm, Geschäftsführer Wittmann Battenfeld Deutschland vor der SmartPower 90/350. (Foto: Wittmann Battenfeld)

Für Tobias Fröbel, Juniorchef des Unternehmens, stand zusätzlich zum Wunsch, einen Beitrag gegen Covid-19 zu leisten, vor allem die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Deshalb war es ihm wichtig, ein Mehrwegprodukt zu schaffen. Lediglich das Filtervlies gilt es zu entsorgen.

Die in Kooperation mit AKO entstandene Maske besteht aus einem Grundkörper und einem Aufsatz, auf dem einstellbare Gummizüge befestigt werden. Der Grundkörper ist aus einem elastischen, anschmiegsamen TPE gefertigt. Es sorgt für hohen Schutz und guten Tragekomfort.

Die Masken lassen sich mit handelsüblichem Desinfektionsmittel oder heißem Wasser reinigen. Grundsätzlich ist die Maske mit verschiedensten Filtermedien aufrüstbar. Geringes Gewicht, gutes Sprechverhalten und hohe Luftdurchlässigkeit des großen Filterbereichs zeichnen die Maske weiter aus. Sie werden in zwei Größen angeboten: Ein Standardmodell M und eine um 20 Prozent kleinere Version S, die vor allem für Kinder und Frauen gedacht ist.

Aufsätze für die Masken in der Produktion. (Foto: Wittmann Battenfeld)

Aufsätze für die Masken in der Produktion. (Foto: Wittmann Battenfeld)

Die Maske wird sowohl bei Fröbel als auch bei AKO gefertigt und weltweit vertrieben. Der Vertrieb erfolgt derzeit ausschließlich im B2B-Bereich. An einer B2C-Lösung mit Partnern wird gearbeitet. Aktuell werden wöchentlich 70.000 Masken des Modells S und 140.000 des Modells M produziert. Zurzeit befindet sich die Maske in der Zertifizierung CPA/FFP2. Mit dieser Zertifizierung wären die Masken als Coronavirus-Pandemie-Atemschutzmasken anerkannt.

Die Produktion erfolgt bei mit einem 2-fach-Werkzeug auf einer Maschine der servoelektrischen SmartPower Reihe von Wittmann Battenfeld mit einer Schließkraft von 900 kN, ausgestattet mit einem Wittmann Roboter Primus 16. Fröbel plant die kurzfristige Erweiterung der Fertigung um weitere vier Werkzeuge mit zwei und vier Kavitäten, die sich gerade im Bau befinden. Diese Werkzeuge werden auf zwei Maschinen der vollelektrischen EcoPower Serie mit einer Schließkraft von 1100 kN sowie einer hydraulischen HM 110 zum Einsatz kommen. (jhn)