PV0117_Trendbarometer_2

Das ganze Jahr 2016 war eine Fahrt mit durchgedrücktem Gaspedal. Im ersten Quartal startete die Branche den Erwartungen entsprechend mit einem Plus von 2,3 Prozent. Im zweiten Quartal beschleunigte die Konjunktur etwas, ab dem dritten Quartal ging es dann schubartig aufwärts auf 3,7 Prozent Wachstum – wider alle Erwartungen. Oktober und November legten hier sogar noch etwas an Tempo drauf: Exakt vier Prozent Zuwachs schlagen zu Buche. Und das vor dem Hintergrund der an sich schon ansehnlichen Wachstumsraten im letzten Quartal 2015 und einem Rekordproduktionswert. Die schwindelerregende Höhe der Produktion lässt nachdenklich werden, und mag bei dem einen oder anderen die Befürchtung nähren, dass es 2017 wieder abwärts gehen könnte. In der Jahresprognose im PLASTVERARBEITER (Heft 68, Ausgabe 01/2017, S. 12) zeigten die Zahlen trotzdem für 2017 ein mögliches Wachstum von über 1,5 Prozent. Der kälteste Januar seit 27 Jahren hat sich allerdings negativ auf die baunahen Bereiche ausgewirkt. Nach dem Regierungswechsel in den USA sind zudem viele Fragen offen. Die deutsche Kunststoffverarbeitung hängt stark vom Export ab. Inwieweit dieser von eventuellen protektionistischen Abwandlungen des amerikanischen Präsidenten beeinträchtigt wird, ist aber völlig offen. Auswirkungen dürften sich auch erst später im Jahr zeigen.