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BASF: Geschäftsbilanz 2012 übertrifft Spitzenwerte von 2011
28.02.2013
Die BASF, Ludwigshafen, hat 2012 bei Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) die Spitzenwerte von 2011 übertroffen. Der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock sagte anlässlich der Bilanzpressekonferenz: „Oil & Gas und Agricultural Solutions erreichten neue Rekordwerte, während sich unser Chemiegeschäft schwächer entwickelte als im Vorjahr."
Im Gesamtjahr stieg der Umsatz, verglichen mit dem Jahr 2011, um 7 % auf 78,7 Mrd. Euro. Das EBIT vor Sondereinflüssen konnte um 5 % auf 8,9 Mrd. Euro verbessert werden, das Ebit um knapp 5 % auf rund 9 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter fiel um 1,3 Mrd. Euro auf 4,9 Mrd. Euro, unter anderem wegen des höheren Ergebnisanteils von Oil & Gas und der dadurch deutlich höheren Steuern. Darüber hinaus war der 2011 erzielte Gewinn aus dem Verkauf der BASF-Anteile an der K+S Aktiengesellschaft überwiegend steuerfrei.
Im Segment Chemicals nahm der Umsatz im Gesamtjahr 2012 nahm um 7 % auf 13,8 Mrd. Euro zu. Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit 1,7 Mrd. Euro um 30 % unter dem Vorjahreswert. Im Segment Plastics stieg der Umsatz um 4 % auf 11,4 Mrd. Euro; das Ebit vor Sondereinflüssen ging um 27 % zurück und lag bei 873 Mio. Euro. Im Segment Performance Products war der Umsatz war mit 15,9 Mrd. Euro rund 1 % höher als im Vorjahr; das EBIT vor Sondereinflüssen ging um 17 % zurück und lag für das Gesamtjahr bei 1,4 Mrd. Euro. Das Segment Functional Solutions verzeichnete ein Umsatzwachstum von 1 % auf 11,5 Mrd. Euro; das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit 561 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert. Das Segment Agricultural Solutions verzeichnete erneut ein Spitzenjahr. Der Umsatz stieg um 12 % auf 4,7 Mrd. Euro; das EBIT vor Sondereinflüssen nahm um 28 % zu und lag bei über 1 Mrd. Euro. Das Segment Oil & Gas erzielte mit 16,7 Mrd. Euro ein Umsatzplus von 39 %, verglichen mit dem Vorjahr; das Ebit vor Sondereinflüssen verdoppelte sich nahezu auf 4,1 Mrd. Euro. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter stieg auf 1,2 Mrd. Euro. Im Segment Sonstige (Verkauf von Rohstoffen, Ingenieur- und sonstige Dienstleistungen sowie Vermietung und Verpachtung) ging, insbesondere wegen der Veräußerung der Styrolkunststoffaktivitäten und des Düngemittelgeschäfts, der Umsatz um 24 % auf 4,8 Mrd. Euro zurück; das Ebit vor Sondereinflüssen belief sich -839 Mio. Euro.
„Wir wollen auch 2013 wieder wachsen und bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen die Werte des Jahres 2012 übertreffen", sagte Bock. Das Unternehmen strebt in allen operativen Segmenten einen Anstieg von Umsatz und Ergebnis an. Die erwartete stärkere Nachfrage sowie die Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Exzellenz und zur Effizienzsteigerung werden dazu beitragen. Bock: „Mit Innovationen legen wir die Basis für künftiges ertragreiches Wachstum und damit für unsere Wettbewerbs¬fähigkeit." Daher werde das Unternehmen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2013 erneut steigern, nachdem hierfür im vergangenen Jahr 1,7 Mrd. Euro aufgewendet wurden - ein Anstieg um rund 9 % gegenüber 2011.
Bei der Prognose für das Jahr 2013 geht die BASF von folgenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus (Vorjahreswerte in Klammern): Wachstum der Weltwirtschaft von +2,4 % (+2,2 %); Wachstum der globalen Chemieproduktion von +3,6 % (+2,6 %); Wechselkurs von durchschnittlich 1,30 US-Dollar/Euro (1,28 US-Dollar/Euro); Brent-Ölpreis von 110 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt (112 US-Dollar/Barrel).
(dw)
28.02.2013
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