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Clariant verzeichnet zweistelligen Umsatzanstieg

07.03.2012

Im Geschäftsjahr 2011 hat Clariant, Muttenz/Schweiz, einen Umsatz von 7,370 Mrd. CHF erzielt, gegenüber 7,120 Mrd. CHF in 2010. Das bedeutet eine Steigerung um 16 % in Lokalwährung und um 4 % in Schweizer Franken.

Rentabilität | Pigmente | Masterbatches

Durch die Übernahme von Süd-Chemie und die Stärke der Geschäftseinheit Catalysis & Energy im dritten und vierten Quartal waren die Umsätze im zweiten Halbjahr höher als im ersten, obwohl die Entwicklung in einigen Geschäftseinheiten zum Jahresende hin deutlich abflaute. Neben der Geschäftseinheit Catalysis & Energy, die ein Rekordjahr verbuchte, trugen die weiteren wenig zyklischen Geschäftseinheiten Additives, Functional Materials, Industrial & Consumer Specialties und Oil & Mining Services maßgeblich zum Umsatzanstieg bei. Sie erwirtschaften über 50 % des Konzernumsatzes.

Die zyklischeren Geschäftseinheiten Pigments und Masterbatches litten dagegen unter einer nachlassenden Industrieproduktion, was Anfang des zweiten Halbjahres begann und in der gesamten Wertschöpfungskette zum Abbau von Lagerbeständen führte. Alle Regionen erzielten in Lokalwährung ein zweistelliges Wachstum.

Der zweistellige Umsatzanstieg wurde durch die Preiserhöhung um 7 % gegenüber dem Vorjahr und durch Akquisitionen unterstützt, die 14 % zum Umsatzwachstum beisteuerten. Die Volumen gingen um 5 % zurück, da sich die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte abschwächte.

Die Bruttomarge sank von 27,9 % im Jahr 2010 auf 26,7 %. Geringere Volumen, negative Währungseffekte und eine Einmalbelastung waren die Hauptgründe für den leichten Margenrückgang. Ohne Berücksichtigung der Einmalbelastung in Höhe von 54 Mio. CHF aufgrund des Verkaufs von Lagerbeständen von Süd-Chemie, die zum Marktwert abzüglich Veräußerungskosten neu bewertet wurden, belief sich die Bruttomarge auf 27,4 %. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Rohstoffkosten um 14 %. Die Anhebung der Verkaufspreise um 7 % glich die höheren Rohstoffkosten vollständig aus, sodass ein leicht positiver Beitrag zur Bruttomarge resultierte.

Die extreme Volatilität an den Devisenmärkten belastete im Jahr 2011 die Rentabilität von Clariant. Sowohl das EBITDA als auch das EBIT vor Einmaleffekten erlitten Einbußen. Das EBITDA sank um 190 Mio. CHF, einem Margenrückgang um 0,9 Prozentpunkte entsprechend, und das EBIT um 170 Mio. CHF bzw. 1,0 Prozentpunkte.

Für 2012 wird erwartet, dass die Rohstoffkosten im niedrigen einstelligen Bereich steigen werden, während die Wechselkurse im Vergleich zum Jahresanfang stabil bleiben dürften. In einem Basisszenario geht Clariant davon aus, dass die globale Wirtschaft nach einem schwachen Start in das Jahr 2012 im Laufe des Jahres an Stärke gewinnt. Das Unternehmen rechnet deshalb damit, dass die Ergebnisse für das erste Halbjahr im Vergleich zum hohen Niveau des ersten Halbjahrs 2011 niedriger sein werden, dass sich aber in der zweiten Jahreshälfte eine Besserung einstellt. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die Geschäftsleitung einen weiteren Umsatzanstieg in Lokalwährung und eine anhaltende Rentabilität.

 

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