Beginn 21.03.2017
Ende 22.03.2017
VeranstaltungsortSiegerlandhalle, Siegen
Info-Link Hier
Telefon+49 89 99830-664
E-Mailhanser-konstruktion@hanser.de

Ob konturnahe Temperierung, gedruckte Werkzeugeinsätze oder Prototypen
aus dem 3D-Drucker: Die additive Fertigung spielt als ergänzende Technologie
eine wichtige Rolle in der Werkzeug- und Formenbaubranche – und somit auch
auf der [wfb] Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau vom 21. bis 22. März
2017 in Siegen.

Die Werkzeugmacher galten bisher als zögerlich, was den Einsatz von additiven
Technologien anbelangt. Aus dem mittlerweile fast unüberschaubar großen
Angebot ist der Einsatz von konturnahen Kühlungen mittlerweile lange am
Markt bekannt – und dass mit ihnen beispielsweise die Zykluszeiten von
Spritzgießwerkzeugen extrem verkürzt werden können. Wie viel
Überzeugungsarbeit müssen die Anbieter heute noch leisten?

Kurze Zykluszeiten, aber vor allem bessere Bauteilqualität

„Konturnahe Temperierungen werden heute nicht nur wegen einer Reduktion
der Zykluszeiten eingesetzt, sondern um die Qualität der Kunststoffbauteile
positiv zu beeinflussen“, meint Günther M. Rehm, Leiter Vertrieb und
Marketing bei der Listemann Technology AG. „Häufig können Verzug,
Einfallstellen und Bindenahtprobleme mit einer optimierten Temperierung
behoben werden. Sicherlich, der Werkzeug- und Formenbau ist eine sehr
konservative Branche und es hält sich auch immer noch die Meinung, dass
konturnahe Temperierung automatisch kostenintensiv ist. Hier hat sich aber in
den letzten Jahren viel bewegt und der Einsatz einer konturnahen
Temperierung rechnet sich meist sehr schnell. Unsere Aufgabe besteht darin,
dem Formenbauer Wissen und Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen er
seinen Kunden, den Spritzgussbetrieb, überzeugen kann, etwas mehr Geld für
das Werkzeug auszugeben.“
Investitionskosten sowohl für die Technik als auch für das notwendige Know-
how sehr hoch. Da lohnt es nicht, diese hochkomplexe Technologie für fünf
Einsätze im Jahr vorzuhalten.“ Dem stimmt Günther Rehm von Listemann zu:
„Die Investition in eine eigene Maschine setzt voraus, dass diese dann später
auch ausgelastet wird. Es gibt schon reichlich Werkzeugbaubetriebe, die diese
nur durch Fertigung von Bauteilen für externe Unternehmen halbwegs
wirtschaftlich auslasten können.“ Aus diesem Grund bieten die
Maschinenhersteller auch Möglichkeiten an, sich Maschinenkapazitäten
anzumieten.

Die additive Fertigung funktioniert nur mit dem richtigen Prozess-Know-how

Die Anschaffung eines 3D-Druckers alleine reicht nicht – für den Einsatz ist
auch bestimmtes Know-how gefordert. „Das 3D-Drucken von Prototypen
funktioniert nicht ohne vorherige Konstruktion in 3D CAD. COFFEE bietet mit
SOLIDWORKS eine solche Software an. Meist reichen einige Tage Schulung aus,
um mit der Software konstruieren zu können. Bei spezifischen
Problemstellungen empfiehlt sich dann ein Individualtraining, das genau auf die
jeweiligen Anforderungen zugeschnitten ist“, erklärt Torsten Seelig von
COFFEE.
Beim Laserstrahlschmelzen sind die Anforderungen noch höher. „Es genügt
nicht, das Know-how hinsichtlich der verfahrensgerechten Konstruktion zu
besitzen, wesentlich komplexer ist noch die Parameterermittlung, um mit einem
Metall-3D-Drucker überhaupt verwendbare Gefüge und Bauteile zu
produzieren“, ist sich Günther Rehm sicher. „Eine Maschine zu kaufen und
damit sofort brauchbare Teile zu drucken, ist eine Illusion. Was die
Konstruktion angeht, bietet unser Partner LBC Engineering ein- oder
mehrtägige Konstruktionsschulungen an, wir von Listemann bieten Schulungen
für die „lötgerechte“ Konstruktion an.“

Produkthighlights auf der wfb in Siegen

Aus dem vielfältigen Programmangebot der additiven Fertigung können die
Besucher der [wfb]-Messe einiges in Siegen entdecken. bkl-lasertechnik hat ein
Verfahren entwickelt, mit dem Hochglanzflächen auch mit der
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materialsparenden Schäum-Spritzgießtechnik realisiert werden können. Der
entscheidende Arbeitsschritt für die Qualität der Oberflächen ist die gezielte
Aufheizung und Abkühlung der Form an den richtigen Stellen und zur richtigen
Zeit im Spritzgießzyklus.
„An unserem Stand zeigen wir die wohl derzeit einmalige Kombination von
vakuumgelöteten und lasergenerierten Formeinsätzen“, so Günther Rehm von
Listemann. Bei COFFEE ist eine neue 3D-Drucker-Serie von Markforged zu
sehen, darunter der Onyx Pro-3D-Drucker mit zwei Druckdüsen – eine für Onyx
und die zweite für Endlosglasfaser.

 

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