Georg-Menges-Preis 2010

Am 3. März wurde Prof. em. Hartwig Höcker im Eurogress Aachen der Georg-Menges-Preis 2010 verliehen. Den festlichen Rahmen für diese Auszeichnung lieferte die Eröffnungsveranstaltung des 25. Internationalen Kunststofftechnischen Kolloquiums des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV) anlässlich dessen 60-jährigen Bestehens. Dieser nun zum siebten Mal vergebene Preis wurde gemeinschaftlich verliehen vom Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, PlasticsEurope Deutschland und der Vereinigung zur Förderung des Instituts für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen. Hartwig Höcker war bis zu seiner Emeritierung 2003 Professor für Textilchemie und Makromolekulare Chemie, Direktor des Deutschen Wollforschungsinstituts (DWI) an der RWTH Aachen. Bis zum heutigen Tage engagiert er sich in vielfältiger und uneigennütziger Weise für die Förderung eines kommunikations- und kooperationsfreundlichen Klimas zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, denn dieses bildet erst die Basis, um letztlich über Forschung und konsequente Ergebnisumsetzung zu innovativen Prozessen und Produkten – so auch in der Kunststoffbranche – zu kommen. An der RWTH begleitete er den chemischen Teil der Sonderforschungsbereiche 332 (Faserverbundkunststoffe) und 532 (Textilbewehrter Beton). Auch Fragen zum materiellen Recycling von Kunststoffen bearbeitete er zusammen mit dem IKV. Es ist mit seiner Initiative und seinem Einsatz zu verdanken, dass an der RWTH ein Interdisziplinäres Zentrum für klinische Forschung, welches sich auch wesentlich mit Fragen der Biokompatibilität von Kunststoffen befasst, entstand. Auch war er Gründungsmitglied und Sprecher des BMBF-Kompetenz-Zentrums Biowerkstoffe an der RWTH, Mitbegründer des Institutszusammenschlusses "Aachen Polymer Chain" und Gründungssprecher des Forum Life Sciences an der RWTH. Er war viele Jahre Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und damit maßgeblich an dem steten Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beteiligt. Seit 2004 ist Hartwig Höcker Mitglied des Präsidiums der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und vertritt dort die Themennetzwerke Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Nanotechnologie und Gesundheitstechnologie. Wichtige Ergebnisse seiner dort moderierten Arbeiten sind die acatech-Empfehlungen zur Profilierung von Forschung und Lehre im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Gerade diesen Dialog pflegt und initiiert er auch als Mitglied des Vorstandes von kunststoffland NRW und als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Vereins.


08.03.2010 - Plastverarbeiter


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Firma: IKV Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen

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