Die Spezialsilikone werden unter Reinraumbedingungen abgefüllt und verpackt. So wird vom Endprodukt bis zur Rohstoffquelle kontrollierte Reinheit gesichertt (Bildquelle: Wacker Chemie)

Die Spezialsilikone werden unter Reinraumbedingungen abgefüllt und verpackt. So wird vom Endprodukt bis zur Rohstoffquelle kontrollierte Reinheit gesichert. (Bildquelle: Wacker Chemie)

Insgesamt erreichte Wacker Chemie, München, im Jahr 2017 einen Umsatz von 4,92 Mrd. EUR. Das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf höhere Absatzmengen zurückzuführen. Auch im Chemie- und Polysiliziumgeschäft wuchsen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich fiel das Plus bei Silikonen aus. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich nach den vorläufigen Zahlen auf gut 1 Mrd. EUR (2016: 956 Mio. EUR).

Hohe Nachfrage kompensiert gestiegene Rohstoffpreise

„Dank der sehr guten Kundennachfrage in der Chemie ebenso wie im Geschäft mit Polysilizium haben wir 2017 sowohl unseren Umsatz als auch das Ergebnis weiter ausgebaut“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl. „Den deutlichen Gegenwind aus den höheren Rohstoffpreisen und dem im zweiten Halbjahr stärkeren Euro konnten wir so mehr als ausgleichen. Auf das Gesamtjahr gesehen haben wir bei allen Steuerungskennzahlen unsere prognostizierten Werte erreicht beziehungsweise übertroffen.“

Der Chemiekonzern hat 2017 325 Mio. EUR investiert, 4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Mittel gingen unter anderem in neue Anlagen für fertige Siliconprodukte in Südkorea und Brasilien und das Erweitern der Siliciummetallproduktion am norwegischen Standort Holla. Außerdem baute das Unternehmen eine neue Anlage für pyrogene Kieselsäuren am Standort Charleston in den USA und erweiterte die Produktionskapazitäten für Dispersionen und Dispersionspulver an den Standorten Burghausen und Nanjing.