SHREDDER Mit dem Modell Tiger hat das Unternehmen Pallmann einen Reifen-Shredder im Portfolio, der für lange Standzeiten ausgelegt ist.

Die EU-Kommision veröffentlichte die EU-Kunststoffstrategie. (Bildquelle: Bogdanski/Fotolia)

In einer ersten Reaktion begrüßt Plastics Europe die europäische Kunststoffstrategie („A European Strategy for Plastics in a Circular Economy“). Der Verband unterstützt die Idee, in Europa  kreislauforientierter und ressourcenschonender zu wirtschaften sowie die Förderung von Maßnahmen, um Kunststoffverluste in die Umwelt zu vermeiden und die Wiederverwendung, Recycling sowie Innovationen zu stärken. Weitere Informationen von Plastics Europe zum Thema bietet die englischsprachige Pressemitteilung  sowie das Voluntary Commitment.

EU-Kunststofftrategie unterstützt Investitionen für die Kreislaufwirtschaft

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) sieht in der durch die Europäische Kommission vorgelegten EU-Kunststoffstrategie in der Kreislaufwirtschaft zusätzliche Chancen für die Kunststoffverarbeitung und das Kunststoffrecycling. Mit der Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft zeigt die Europäische Kommission erstmals Handlungspotentiale und Entwicklungspfade für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen als wertvolle Ressourcen auf, heißt es in der Mitteilung des GKV. Obwohl sich das werkstoffliche Recycling von Kunststoffabfällen in Deutschland im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern bereits auf einem hohen Niveau befindet, bietet die Kunststoff verarbeitende Industrie ihren Kundenindustrien ihre aktive Unterstützung bei der weiteren Steigerung des Einsatzes von Kunststoffrezyklaten in Produkten an.

Insbesondere die Ankündigung zusätzlicher Investitionen der öffentlichen Hand in den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Europa, der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für das Kunststoffrecycling, besserer Qualitätsstandards für Kunststoffrezyklate sowie einer vertieften internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung des globalen Problems des Eintrags von Kunststoffabfällen in die Meere (Marine Litter) begrüßen die Kunststoffverarbeiter in Deutschland. Der Strategie müssen nach Auffassung des GKV nun entschlossene und für sämtliche EU-Mitgliedsstaaten verbindliche Schritte z. B. zu einem zeitnahen europaweiten Deponierungsverbot für Post-Consumer-Kunststoffabfälle folgen. Auch die Getrenntsammlung von Post-Consumer-Kunststoffabfällen ist in vielen Mitgliedsstaaten noch deutlich ausbaufähig.

Thermisches Verwertung bleibt Teil des Kreislaufs

Gleichwohl soll nach Überzeugung der Kunststoff verarbeitenden Industrie werkstoffliches Recycling auch in Zukunft bevorzugt zum Einsatz kommen, wenn es ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Potentiale des Kunststoffrecyclings soll auch die thermische Verwertung von Kunststoffabfällen in Zukunft ihren Platz in der Entsorgungshierarchie behalten, denn auch sie trägt zu einer effizienten Ressourcennutzung und zum Klimaschutz bei, meint der GKV.

 

[ega]