Im Binjiang Chemical Park von Changzhou entsteht ein neues Werk für Hochleistungs-Kunststoffe. (Bildquelle: Lanxess)

Im Binjiang Chemical Park von Changzhou entsteht ein neues Werk für Hochleistungs-Kunststoffe. (Bildquelle: Lanxess)

„China ist der größte Automarkt der Welt und Schrittmacher bei der Elektromobilität. Wir wollen das Wachstum in dieser wichtigen Region begleiten und bauen unsere Präsenz im Bereich der Hochleistungs-Kunststoffe aus“, sagte Lanxess-Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert auf einer Pressekonferenz in Shanghai. der Konzern betreibt bereits ein Werk für Hochleistungs-Kunststoffe in China am Standort Wuxi. Von weltweit rund 85 Millionen Autos in diesem Jahr wird laut Studien etwa jedes vierte in China verkauft. 2025 soll es schon jedes dritte sein. Auch die Elektro- und Elektronikindustrie bietet in China viel Potenzial. Hier erwartet Lanxess bis 2021 ein jährliches Wachstum von rund neun Prozent.

„Gleichzeitig bauen wir mit der neuen Produktionsstätte unser weltweites Netzwerk mit Compoundier-Anlagen aus und setzen die strategische Ausrichtung unseres Portfolios auf hochveredelte Kunststoffe weiter um“, sagte Michael Zobel, Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials. Mit der Investition stärkt Lanxess auch den Standort Changzhou. Im dortigen Binjiang Chemical Park ist der Konzern bereits mit einer Anlage für Lederchemikalien und einem Werk für synthetischen Kautschuk präsent. Dort arbeiten derzeit 350 Mitarbeiter. Durch die neue Anlage für Hochleistungs-Kunststoffe werden 35 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Leichtbau-Lösungen für moderne Mobilität

Die Automobilindustrie ist der wichtigste Abnehmer für die Hochleistungs-Kunststoffe des Konzerns. Die Materialien ermöglichen die Konstruktion von Bauteilen, die Metallteile in Kraftfahrzeugen ersetzen und so zur Verringerung von Gewicht, Kraftstoffverbrauch und Emissionen beitragen. Sie werden beispielsweise in Motoranwendungen, Türstrukturen, Pedalen, Frontends und Cockpitquerträgern eingesetzt. Auch bei Hybrid- und rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen gibt es für die Kunststoffe Anwendungen. Dazu zählen Bauteile für Ladesysteme, Träger und Zellhalter für Batteriesysteme sowie Sensoren und Gehäuseteile für Elektromotoren. Großes Potenzial haben die Werkstoffe gemäß Lanxess zudem in der Infrastruktur der Elektromobilität wie etwa bei Gehäuseteilen, Schaltern und Anschlussklemmen für Ladesäulen. Beim autonomen Fahren bieten sich die Polyamide und Polyester zum Beispiel für Konnektoren von Sensoren, Displays und Steuergeräten an.

Weltweites Produktionsnetzwerk

Der Geschäftsbereich High Performance Materials betreibt ein weltweites Produktionsnetzwerk an den folgenden Standorten: Dormagen (Forschung&Entwicklung), Krefeld-Uerdingen (PA 6-Polymerisation, Compoundierung), Hamm-Uentrop (PBT-Polymerisation, Compoundierung), Brilon (Tepex-Produktion und -Entwicklung); Antwerpen, Belgien (PA 6-Polymerisation); Wuxi, China (Compoundierung); Jhagadia, Indien (Compoundierung); Gastonia, USA (Compoundierung) und Porto Feliz, Brasilien (Compoundierung).